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an jenem Abend, ſage ich, hatte ſich meine Schweſter frühzeitig niedergelegt; Sie haben ſie alſo im Bett über⸗ raſcht.“
Balſamo ſchüttelte verneinend den Kopf.
„Sie leugnen; nehmen Sie ſich in Acht,“ rief Philipp.
„Ich leugne nicht, mein Herr; Sie fragen, und ich antworte.“
„Ich fahre fort zu fragen, fahren Sie fort zu ant⸗ worten.“
Balſamo wurde nicht ärgerlich, ſondern machte im Gegentheil Philipp ein Zeichen, daß er warte.
„Als Sie zu meiner Schweſter hinaufgingen,“ fuhr Philipp ſich immer mehr erhitzend fort,„als Sie dieſelbe überraſchten und durch Ihre hölliſche Macht einſchläferten, lag Andrée im Bett und las; ſie fühlte den Ueberfall jener Schlafſucht, welche Ihre Gegenwart immer über ſie verhängt, und verlor das Bewußtſein. Sie ſagen aber, Sie haben nichts gethan, als ſie befragt, nur, fügen Sie bei, nur haben Sie bei Ihrem Abgang ſie aufzuwecken vergeſſen, und dennoch,“ ſprach Philipp, Balſamo am Fauſtgelenk faſſend und es krampfhaft preſſend,„und den⸗ noch lag meine Schweſter, als ſie am andern Tag wieder zum Bewußtſein kam, nicht mehr in ihrem Bett, ſondern halb nackt am Fuß ihres Sopha... Antworten Sie auf dieſe Anſchuldigung und nehmen Sie keine Ausflüchte.“
Während dieſer Aufforderung vertrieb Balſamo wie ein Menſch, den man ſich ſelbſt erweckt, einen nach dem andern die ſchwarzen Gedanken, welche ſeinen Geiſt ver⸗ düſterten.
„In der That, mein Herr,“ ſagte er,„Sie hätten nicht auf dieſen Gegenſtand zurückkommen und ſo einen ewigen Streit mit mir ſuchen müſſen. Ich habe mich aus Nachgiebigkeit und aus Theilnahme für Sie hierher bege⸗ ben; mir ſcheint, Sie vergeſſen das. Sie find jung, Sie ſind Officier, Sie haben die Gewohnheit, von oben herab und die Hand auf einem Degenknopf zu ſprechen: dies


