Balſamo antwortete nicht, bewies aber durch eine Bewegung des Kopfes, daß er dem Vorſchlag beitrat.
„Ueberdies,“ fuhr Philipp fort,„überdies wird mir dieſer Verzug Zeit laſſen, Ihnen einige Betrachtungen mitzutheilen, die ich während der Fahrt angeſtellt habe.“
Balſamo ſchaute Philipp mit einem ganz von Ueber⸗ druß und Gleichgültigkeit beladenen Blick an und erwie⸗ derte: 3 „Ganz wie es Ihnen beliebt, mein Herr, ſprechen Sie, ich höre.“
„Sie ſagten mir, mein Herr,“ fuhr Philipp ſort, „Sie haben in der Nacht vom 31. Mai meine Schweſter bei der Frau Marquiſe von Savigny niedergelegt.“
„Sie haben ſich ſelbſt hievon verſichert, da Sie die⸗ ſer Dame einen Dankſagungsbeſuch machten.“
„Sie fügten bei, da ein Diener aus den Ställen des Königs Sie von der Wohnung der Marquiſe zu uns, nämlich nach der Rue Coq⸗Héron, begleitet habe, ſo ſeien Sie nicht mit ihr allein geweſen; ich habe Ihnen dies auf Ihr Chrenwort geglaubt.“
„Und Sie haben wohl daran gethan, mein Herr.“
„Doch indem ich meine Gedanken auf neuere Um⸗ ſtände lenkte, war ich genöthigt, mir zu ſagen, daß Sie vor einem Monat in Trianon, um mit ihr in jener Nacht zu ſprechen, wo Sie ſich in den Garten einzuſchleichen Mittel fanden, in ihr Zimmer haben kommen müſſen?“
„Ich bin nie in Trianon in das Zimmer Ihrer Schweſter gekommen, mein Herr.“
„Horen Sie doch!... Sehen Sie, ehe wir vor das Antlitz von Andrée treten, müſſen alle Dinge klar
ein.“.
1„Klären Sie die Dinge auf, Herr Chevalier, das
iſt mir ganz lieb, denn wir ſind zu dieſem Behufe ge⸗
kommen.“ „Nun wohl, an jenem Abend, überlegen Sie Ihre
Antwort, denn das, was ich Ihnen ſagen werde, iſt po⸗
ſitiv, da ich es aus dem Munde meiner Schweſter habe,


