gerechter Weiſe vergeben müſſen, werde ich Sie mit dem Namen des Schuldigen bekannt machen.“
„Sagen Sie ihn, ſagen Sie ihn!“
„Ich weiß ihn nicht.“
„Wer weiß ihn denn?“
„Ihre Schweſter.“
„Aber ſie hat ſich geweigert, ihn mir zu nennen.“
„Vielleicht, doch ſie wird ihn mir ſagen.“ 8
„Meine Schweſter?“
„Werden Sie Ihrer Schweſter glauben, wenn Sie Jemand anklagt?“
„Ja, denn meine Schweſter iſt ein Engel der Rein⸗ eit.“ 3
Balſamo läutete.
„Fritz, einen Wagen,“ ſagte er, als er den Deutſchen erſcheinen ſah. Phue ſchritt wie ein Wahnſinniger im Salon auf und ab. 4
„Sie verſprechen mir, mich den Schuldigen wiſſen zu laſſen?“ rief er.
„Mein Herr,“ ſagte Balſamo,„Ihr Degen iſt im Streit zerbrochen, wollen Sie mir erlauben, Ihnen einen andern anzubieten?“
Und er nahm von einem Stuhl einen herrlichen De⸗ gen mit einem Griff von Vermeil und ſieckte ihn in die Kuppel von Philipp.
„Aber Sie?“ ſagte der junge Mann.
„Ich, mein Herr,“ erwiederte Balſamo,„ich brauche keine Waffen; meine Vertheidigung iſt in Trianon, und mein Vertheidiger werden Sie ſein, wenn Ihre Schweſter geſprochen hat.“
Eine Viertelſtunde nachher ſtiegen ſie in den Wagen, und Fritz führte ſie im ſcharfen Galopp zweier vortreffli⸗ cher Pferde auf der Straße nach Verſailles fort. 4


