Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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weiſe abgebrannt und verſchiedene koſtbare, hören Sie wohl, ſehr koſtbare Gegenſtände find mir verloren gegan⸗

gen: in Folge des Kummers bin ich etwas verwirrt ge⸗

blieben; ich bitte Sie alſo, ſeien Sie ſehr klar, oder ich

werde ſogleich von Ihnen Abſchied nehmen.

Oh! nein, mein Herr, nein; Sie werden nicht ſo leicht von mir Abſchied nehmen, wie Sie ſagen; ich werde Ihren Kummer ehren, wenn Sie ſich gegen den meinen mitleidig zeigen; auch mir iſt Unglück widerfahren, groͤße⸗ res als Ihnen, deſſen bin ich ſicher.

Balſamo lächelte mit jenem verzweifelten Lächeln, das Philipp ſchon über ſeine Lippen hatte ſchweben ſehen.

Ich, mein Herr, fuhr Philipp fort,ich habe die Ehre meiner Familie verloren.

Nun, mein Herr, was vermag ich bei dieſem Un⸗ glück? fragte Balſamo.

Was Sie dabei vermögen? rief Philipp mit fun⸗ kelnden Augen.

Ja.

3Sie koͤnnen mir wiedergeben, was ich verloren habe.

Ah! Sie ſind verrückt, mein Herr, rief Balſamo. Und er ſtreckte die Hand nach der Glocke aus. Doch er machte dieſe Geberde auf eine ſo gelaſſene Weiſe und mit ſo wenig Zorn, daß ihn Philipp ſogleich zurückhielt.

Ich ſoll verrückt ſein? rief Philipp mit ſtockender Stimme;aber begreifen Sie denn nicht, daß es ſich um meine Schweſter handelt, um meine Schweſter, die Sie am 34. Mai ohnmächtig in Ihren Armen gehalten, die Sie in ein Ihrer Behauptung nach ehrenhaftes, nach meiner Anſicht ſchändliches Haus geführt haben... kurz um meine Schweſter, deren Ehre ich mit dem Degen in der Hand von Ihnen fordere.

Balſamo zuckte die Achſeln.

Ei! guter Gott! murmelte er,wie viel Umwege, um zu einer ſo einfachen Sache zu kommen.