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liebt, mein Herr,“ ſagte Balſamo,„denn ich höre Sie nur aus Wohlwollen an, und ich bemerke Ihnen zum Voraus, daß ich bald müde ſein werde.“
„Ich werde ſprechen, wie ich muß, und ſo, wie ich es für geeignet erachte,“ erwiederte Philipp,„und ohne Ihr Belieben werde ich mit einem Verhör beginnen.“
Bei dieſen Worten machte ein furchtbares Stirne⸗ falten einen elektriſchen Blitz aus den Augen von Bal⸗ ſamo hervorſpringen.
Dieſes Wort erweckte ſolche Erinnerungen in ihm, daß Philipp gebebt haben würde, wenn er gewußt hätte, was ſich tief in dem Herzen dieſes Mannes bewegte.
Nach einem Augenblick des Stillſchweigens, den er dazu anwandte, ſeine Selbſtbeherrſchung wieder zu ge⸗ winnen, ſagte Balſamo:
„Fragen Sie.“
„Mein Herr,“ ſprach Philipp,„nie erklärten Sie mir genau die Verwendung Ihrer Zeit in der bekannten Nacht vom 31. Mai, von dem Augenblick an, wo Sie meine Schweſter mitten aus den Sterbenden und Todten, mit denen der ganze Platz gefüllt war, fortſchleppten.“
„Was ſoll das bedeuten?“ fragte Balſamo.
„Das ſoll bedeuten, daß mir Ihr Benehmen in je⸗ ner Nacht ſtets verdächtig geweſen, und daß es mir jetzt mehr als je verdächtig iſt.“
„Verdächtig?“ 4
„Ja, und daß es aller Wahrſcheinlichkeit nicht das eines Mannes von Chre geweſen iſt.“—
„Mein Herr, ich verſtehe Sie nicht; Sie müſſen bemerken, daß mein Kopf angegriffen, geſchwächt iſt, und daß mich dieſe Schwäche natürlich ungeduldig macht.“
„Mein Herr!“ rief Philipp aufgebracht über den Ton voll Stolz und Ruhe, den Balſamo gegen ihn be⸗ hauptete.
„Mein Herr!“ fuhr Balſamo in demſelben Ton fort,„ſeitdem ich die Ehre gehabt habe, Sie zu ſehen, iſt mir großes Unglück widerfahren; mein Haus iſt theil⸗


