Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Philipp war ganz beſtürzt. Balſamo gewahrte ſeine Verwunderung, und ein Lächeln von einer tödtlichen Trau⸗ rigkeit ſchwebte über ſeine bleichen Lippen hin.

Mein Herr, ſagte er,ich habe mich wegen mei⸗ nes Dieners zu entſchuldigen; doch er befolgte in der That nur die ihm ertheilte Vorſchrift, und Sie, erlauben Sie mir dieſe Bemerkung, Sie waren im Unrecht, daß Sie Zwang anwenden wollten.

Mein Herr, entgegnete Philipp,Sie wiſſen wohl, es gibt im Menſchenleben außerordentliche Lagen, und ich befinde mich in einer dieſer Lagen.

Balſamo antwortete nicht.

Ich wollte Sie ſehen, fuhr Philipp fort,ich wollte Sie ſprechen; um bis zu Ihnen zu dringen, würde ich dem Tod getrotzt haben..

Balſamo ſchaute Philipp fortwährend ſtillſchweigend an und ſchien eine Aufklärung über die Worte des jungen Mannes zu erwarten, ohne daß er die Kraft oder die Neugierde hatte, eine ſolche zu fordern.

Ich habe Sie, fügte Philipp bei,ich habe Sie endlich, und wir werden uns erklären, wenn es Ihnen beliebt; doch wollen Sie zuerſt dieſen Menſchen entlaſſen.

Und er bezeichnete mit dem Finger Fritz, der den Thürvorhang aufgehoben hatte, als wollte er ſeinen Herrn nach ſeinen letzten Befehlen in Beziehung auf den über⸗ läſtigen Beſuch fragen.

Balſamo heftete auf Philipp einen Blick, mit dem er ſeine Abſichten durchdringen wollte; doch da er ſich nun einem Mann gegenüberfand, der ihm an Rang und Würde gleichkam, ſo hatte Philipp ſeine Ruhe und

ſeine Stärke wieder gewonnen; er war undurchdringlich.

Mit einer einfachen Bewegung des Kopfes oder der

Augenbrauen vielmehr entließ Balſamo Fritz, und die zwel Männer ſetzten ſich einander gegenüber, Philipp den Rücken dem Kamin zugewendet, Balſamo den Ellenbogen auf ein Tiſchchen geſtützt.

Sprechen Sie raſch und klar, wenn es Ihnen be⸗