Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 25.-27. Bändchen (1848) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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entſchlummerte Andrée. Gilbert benützte dieſe Friſt, um auswärts die Gerüchte und Commentare zu ſammeln.

Dieſe Zeit war ihm koſtbar, weil er ſie zu Betrach⸗ tungen verwenden konnte.

Die Gefahr war ſo drohend, daß er ſie durch einen raſchen heldenmüthigen Entſchluß bekämpfen mußte.

Dies war der erſte Stützpunkt, auf welchem dieſer gerade durch ſeine Feinheit ſchwankende Geiſt wieder Federkraft und Ruhe gewann.

Doch welchen Entſchluß ſollte er faſſen? Eine Ver⸗ änderung iſt unter ſolchen Umſtänden eine Offenbarung. Die Flucht... Ahl! ja! die Flucht, mit dieſer Thatkraft der Jugend, mit dieſer Stärke der Verzweiflung und der Angſt, welche die Kräfte eines Menſchen verdoppeln und ſie der eines Heeres gleichmachen... Sich bei Tag erbergen bei Nacht marſchiren, und endlich anlangen...

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An welchem Ort ſich ſo gut verbergen, daß der rä⸗ chende Arm der Gerechtigkeit des Königs nicht dahin zu reichen vermöchte?

Gilbert kannte die Sitten des Landes. Was hält man in beinahe öden, wilden Gegenden, denn an die Städte war nicht zu denken, was hält man in einem Flecken, in einem Dorfe von dem Fremden, der eines Tags kommt und ſein Brod bettelt, oder den man im Verdacht hat, er ſtehle es? Und dann kannte ſich Gil⸗ bert auswendig; ein merkwürdiges Geſicht, ein Geſicht, das fortan das unvertilgbare Gepräge eines furchtbaren Geheimniſſes an ſich tragen müßte, würde die Aufmerk⸗ ſamkeit des erſten des beſten Beobachters erregen. Flie⸗ hen war ſchon eine Gefahr, doch entdeckt werden war eine Schmach.

Floh Gilbert, ſo mußte man ihn für ſchuldig halten; er verwarf dieſe Idee; und als hätte ſein Geiſt gerade nur Kräfte gehabt, um eine Idee zu finden, fand der Un⸗ glückliche nach der Flucht den Tod.

Es war das erſte Mal, daß er hieran dachte, die

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