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ſeinem Zimmer. Hier, hinter dem armſeligen Vorhang, den er angebracht hatte, um ſeine Spähereien zu ver⸗ kleiden, ſchärfte er alle ſeine Sinne in der Abſicht, ein Wort, eine Geberde zu erlauern, die ihm das Reſultat der Berathung offenbaren würden.
Nichts erleuchtete ihn. Er erblickte nur einmal das Geſicht der Dauphine, welche ans Fenſter trat, um durch die Scheiben in den Hof zu ſchauen, den ſie vielleicht noch nie geſehen hatte.
Er konnte auch wahrnehmen, wie der Doctor Louis das Fenſter öffnete, um ein wenig Luft in das Zimmer einzulaſſen. Doch Gilbert vermochte nicht zu hören, was er ſagte, er vermochte das Spiel der Phyſiognomie nicht zu ſehen: ein dichter Vorhang fiel am Fenſter herab und benahm ihm jede Möglichkeit, die Scene zu beobachten.
Man kann ſich die Angſt des jungen Mannes den⸗ ken. Der Arzt mit dem Luchsauge hatte das Geheimniß entdeckt. Der Ausbruch mußte ſtattfinden; nicht unmit⸗ telbar, denn Gilbert nahm mit Recht an, die Gegenwart der Dauphine wäre ein Hinderniß dagegen, doch ſogleich, zwiſchen dem Vater und der Tochter, nach dem Abgang der zwei fremden Perſonen.
Trunken vor Schmerz und Ungeduld, ſchlug Gilbert ſeinen Kopf an die Wände der Manſarde.
Er ſah Herrn von Taverney mit der Frau Dauphine weggehen, und der Doctor war ſchon weggegangen.
„Die Erklärung wird zwiſchen Herrn von Taverney und der Dauphine ſtattfinden,“ ſagte er zu ſich ſelbſt.
Der Baron kehrte nicht zu ſeiner Tochter zurück; Andrée blieb allein zu Hauſe und brachte die Zeit auf einem Sopha zu, bald bei einer Lecture, welche ſie Migräne und Krämpfe zu unterbrechen zwangen, bald in einer ſolchen Verſunkenheit und Unempfindlichkeit, daß Gilbert dieſen Zuſtand für Ertaſe hielt, wenn er eine ſolche Pe⸗ riode durch den Zwiſchenraum des Vorhangs, den der Wind aufhob, erſchaute.
Ermüdet durch Schmerzen und Gemüthsbewegungen


