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„Dieſelbe, die mich eines Tags in Taverney ergriff.“
„In Taverney?“
„Ja, bei der Durchreiſe des Fremden.“
„Welches Fremden?“
„Des Grafen von Balſamo.“
„Des Grafen von Balſamo? Und was für ein Ge⸗ fühl war dies?“
„Oh! etwas wie ein Schwindel, wie eine Blendung, worauf ich alle meine Sinne verlor.“
„Und Du haſt dieſen Eindruck in Taverney empfun⸗ den, ſagſt Du?“
„Ja.“
„Unter welchen Umſtänden?“
„Ich war an meinem Klavier, ich fühlte mich einer
Ohnmacht nahe, ich ſchaute vor mich hin und erblickte den Grafen in einem Spiegel. Von dieſem Augenblick an erinnere ich mich keines Umſtandes mehr, wenn nicht, daß ich an meinem Klavier wieder erwachte, ohne die Zeit, die ich geſchlafen hatte, ermeſſen zu koͤnnen.“
„Sprich, iſt dies das einzige Mal, daß Du dieſe ſeltſame Empfindung gehabt haſt?“
„Ich hatte ſie noch einmal, am Tage oder vielmehr in der Nacht des Feuerwerks. Ich wurde von dieſer ganzen Menge auf dem Punkt, zermalmt, vernichtet zu werden, fortgeriſſen; ich raffte alle meine Kräfte zuſam⸗ men, um zu kämpfen; plötzlich ſpannten ſich meine ſteif gewordenen Arme ab, eine Wolke umhüllte meine Augen, doch ich hatte noch Zeit, durch dieſe Wolke denſelben Mann zu ſehen.“
„Den Grafen Balſamo?“
Ja 44*
„Ja. „Und Du entſchliefſt?“ „Ich entſchlief oder wurde ohnmächtig. Du weißt, wie er mich forttrug und wie er mich zu meinem Vater brachte.“ „Ja, ja; und in jener Nacht, in der Nacht der Flucht von Nicole haſt Du ihn wiedergeſehen?“ „Nein; doch ich empfand alle Symptome, welche
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