Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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und, entblößt oder in der Scheide, wird mich Ihr Degen nicht zu einer Lüge bewegen.

fallDoctor, murmelte Philipp und ließ ſeinen Degen allen.

Sie haben gewünſcht, daß ich durch eine zweite nterſcyund meine erſte Beobachtung noch einmal prüfe, ch habe es gethan; die Gewißheit hat ſich nun in mir feſtgeſtellt, und nichts wird ſie meinem Herzen entreißen. Ich bedaure es lebhaft, junger Mann, denn Sie haben mir ebenſo viel Theilnahme eingefloͤßt, als mir dieſes Mädchen Abneigung durch ſeine Beharrlichkeit in der Lüge einflößt.

Andrée blieb unbeweglich; doch Philipp machte eine Bewegung.

Ich bin Familienvater, mein Herr, fuhr der Doc⸗ tor fort,ich begreife, was Sie Alles leiden können, lei⸗ den müſſen. Ich biete Ihnen meine Dienſte an, wie ich Ihnen meine Verſchwiegenheit gelobe. Mein Wort iſt heilig, mein Herr, und Jedermann wird Ihnen ſagen, daß ich mehr an meinem Wort, als an meinem Leben hänge.

Oh! mein Herr, es iſt unmöglich!

Ich weiß nicht ob a unmiglih iſt, aber es iſt wahr. Gott befohlen, Herr Taverney.

Und der Doctor ging mit demſelben langſamen, ruhi⸗ gen Schritt weg, nachdem er liebevoll den jungen Mann angeſchaut hatte, der ſich vor Schmerz krümmte, und in dem Augenblick, wo ſich die Thüre ſchloß, von den tiefſten Qualen ergriffen zwei Schritte von Andrée auf einen Stuhl ſank.

Sobald ſich der Arzt entfernt hatte, ſtand Philipp auf, ſchloß die Thüre der Hausflur, die des Zimmers, die Fenſter, näherte ſich Andrée, die ihn mit Erſtaunen dieſe düſteren Vorkehrungen treffen ſah, und ſprach, die Arme über der Bruſt kreuzend:

Du haſt mich ſchändlich und albern getäuſcht; ſchändlich, weil ich Dein Bruder bin, weil ich die Schwäche