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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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257 Beſuch bei Ihrer Hoheit der Frau Dauphine zu meiner Schweſter zu kommen; Doctor, im Namen des Himmels

verſprechen Sie mir das! 1 Es iſt unnöthig, mein Herr; doch da Ihnen ſo viel

daran gelegen iſt, ſo iſt es meine Pflicht, Ihrem Wunſch zu entſprechen; ſobald ich die Frau Dauphine verlaſſe,

beſuche ich Ihre Schweſter.

Oh! Dank, Dank. Ja, kommen Sie, und Sie wer⸗ den dann ſelbſt zugeſtehen, daß Sie ſich getäuſcht haben.

Ich wünſche es von ganzem Herzen, mein Herr, und wenn ich mich getäuſcht, werde ich es mit Freuden be⸗ kennen. Guten Abend.

Endlich freigegeben, entfernte ſich der Doctor und ließ Philipp auf der Eſplanade zurück, Philipp, der vor Fieber zitterte, von kaltem Schweiß übergoſſen war, und im Taumel des Wahnfinns weder den Ort, wo er ſich be⸗ fand, noch den Mann, mit dem er geſprochen, noch das Geheimniß, das er erfahren, mehr kannte.

Einige Minuten lang ſchaute er, ohne zu begreifen, den Himmel, der ſich allmälig mit Sternen beſäte, und den Pavillon an, deſſen Fenſter ſich beleuchteten.

CXLIII. Verhör.

Sobald Philipp wieder zum Bewußtſein kam, ſobald es ihm wieder ſich zum Herrn ſeiner Vernunft zu machen gelungen war, wandte er ſich nach der Wohnung von

ndrée. Doch in demſelben Maß, in welchem er dem Pavillon

4 näher kam, verſchwand allmälig das Geſpenſt ſeines Un⸗ glücks; es kam ihm vor, als hätte er einen Traum ge⸗ 7

Denkwürdigkeiten eines Arztes. VI.