Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Mein Herr, ſagte er,ſo eben, und das hat den unſeligen Mißgriff herbeigeführt, der Sle beleidigt...

Sprechen wir nicht mehr hievon.

Im Gegentheil, ſprechen wir hievon; ſo eben ſagten Sie mir, Fräulein von Taverney ſei Ihre Schweſter. Doch etwas vorher haben Sie mir mit einer Begeiſterung, die meinen Irrthum veranlaßte, geſagt, Sie lieben Fräu⸗ lein Andrée mehr als Ihr Leben.

Das iſt wahr.

Wenn Ihre Liebe für ſie ſo groß iſt, ſo muß ſie dieſelbe durch eine Erwiederung belohnen.

Oh! mein Herr, Andrée liebt mich, wie mich Nie⸗ mand auf dieſer Welt liebt.

Wohl! dann kehren Sie zu ihr zurück, befragen Sie ſie auf dem Wege, wo ich ſie zu verlaſſen genothigt bin, und wenn Sie Fräulein Andrée liebt, wie Sie ſie lieben, ſo wird ſie Ihre Fragen beantworten. Es gibt viele Dinge, die man einem Freunde ſagt, die man aber einem Arzte nicht ſagt; ſie wird ſich vielleicht herbeilaſſen, Ihnen zu ſagen, was ich Sie nicht um einen Finger mmeeiner Hand durch eine Aeußerung von mir vermuthen laſſen moͤchte. Guten Abend, mein Herr.

Und der Doctor machte abermals eine Bewegung ggeegen den Pavillon.

Oh! nein, nein, das iſt unmoͤglich! rief Philipp, wahnſinnig vor Schmerz und jedes ſeiner Worte durch ein Schluchzen unterbrechend;nein, Doctor, ich habe ſüehe gehört; nein, Sie können mir das nicht geſagt haben.

Der Doctor machte ſich ſachte los und ſprach mit einem ſanften, mitleidsvollen Weſen:

Thun Sie, was ich Ihnen gerathen habe, Herr von

Toaverney, und glauben Sie mir, es iſt das Beſte, was

Sie thun können.

Oh! bedenken Sie doch, Ihnen glauben heißt auf die Religion meines ganzen Lebens verzichten, heißt einen Engel anklagen und Gott verſuchen, Doctor; wenn Sie