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„Ich bitte Sie im Gegentheil, mich der Antwort zu überheben, mein Herr, denn aus der Art und Weiſe, wie S mich fragen, erſehe ich, daß Sie nicht Ihrer Herr
nd.“
„Oh! mein Gott, Sie begreifen alſo nicht, mein Herr, daß mich jedes Ihrer Worte weiter gegen den Ab⸗ grund treibt, den ich zu erſchauen zittere.“
„Mein Herr!“
„Doctor,“ rief Philipp mit neuer Heftigkeit,„Sie ſagen alſo hiemit, Sie haben mir ein ſo furchtbares Ge⸗ heimniß zu enthüllen, daß ich meiner ganzen Kaltblütig⸗ keit, meines ganzen Muthes bedürfe, um es anzuhören?“
„Ich weiß nicht, durch welche Vorausſetzung'Sie ſich ſo verwirren laſſen, Herr von Taverney; ich habe nichts von dem Allem geſagt.“
„Oh! Sie thun hundertmal mehr, als wenn Sie mir etwas ſagen würden!... Sie laſſen mich Dinge glauben! Oh! das iſt nicht menſchenfreundlich, Doctor; Sie ſehen, daß ich mir das Herz vor Ihnen zermartere; Sie ſehen, daß ich bitte, daß ich flehe; ſprechen Sie doch; hören Sie, ich ſchwöre Ihnen, ich habe kaltes Blut, ich habe Muth... Dieſe Krankheit, dieſe Schande viel⸗ leicht... Oh! mein Gott! Sie unterbrechen mich nicht, Doctor!“
„Herr von Taverney, ich habe weder der Frau Dau⸗ phine, noch Ihrem Vater, noch Ihnen etwas geſagt; fragen Sie mich nichts mehr.“
„Ja, ja;... doch Sie ſehen, daß ich Ihr Still⸗ ſchweigen deute; Sie ſehen, daß ich Ihrem Gedanken auf dem düſtern, unſeligen Weg, wo er ſich vertieft, folge; halten Sie mich wenigſtens auf, wenn ich irre gehe.“
„Leben Sie wohl, mein Herr,“ ſprach der Doctor.
„Oh! Sie werden mich nicht ſo verlaſſen, ohne mir ja oder nein zu ſagen. Ein Wort, ein einziges Wort, das iſt Alles, was ich von Ihnen verlange.“
Der Doctor blieb ſtehen.


