Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Hier machte der Doctor eine Bewegung, um vor⸗ überzugehen.

Doctor, ſprach Philipp,ich flehe Sie an, ver⸗ laſſen Sie mich nicht, ohne mich über den Zuſtand meiner Schweſter beruhigt zu haben.

Aber was hat Sie denn bei dieſem Zuſtand beun⸗ ruhigt?

Ei! mein Gott, das, was ich ſelbſt geſehen.

Sie haben Symptome geſehen, welche eine Unpäß⸗ lichkeit offenbaren...

Eine ernſte, Doctor?

Je nachdem.

Hören Sie, Doctor, es liegt in dem Allem etwas Seltſames... man ſollte glauben, Sie wollen, Sie mögen mir nicht antworten.

Nehmen Sie lieber an, mein Herr, ungeduldig wie ich bin, mich zur Frau Dauphine zu begeben, die mich erwartet...

Doctor, Doctor, ſprach Philipp, mit der Hand über ſeine von Schweiß triefende Stirne fahrend,Sie hielten mich für den Liebhaber von Fräulein von Taverney.

Ja, doch Sie haben mich enttäuſcht.

Sie denken alſo, Fräulein von Taverney habe einen Geliebten?

Verzeihen Sie, ich bin Ihnen keine Rechenſchaft von meinen Gedanken ſchuldig.

Doctor, haben Sie Mitleid mit mir; Doctor, es iſt Ihnen ein furchtbares Wort entſchlüpft, ein Wort, das in meinem Herzen geblieben iſt, wie die abgebrochene Klinge eines Dolches; Doctor, ſuchen Sie mich nicht auf eine andere Fährte zu bringen; vergebens find Sie ein zarter und gewandter Mann; Doctor, was für eine Krankheit iſt es, über die Sie dem Geliebten Auskunft ſchuldig waren, während Sie dieſelbe vor einem Bruder berbegen wollen? Doctor, ich flehe Sie an, antworten

e mir.