Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Was willſt Du! zuweil en gerathe ich in Verzweif⸗ lung, und dann... nun! dann werde ich toll.

Biſt Du zu dieſer Stunde ruhig, biſt Du vernünf⸗ tig, Lorenza? Können wir mit einander reden?

Ich hoffe es.

Wenn ich Dir dieſe Freiheit gebe, die Du von mir verlangſt, werde ich in Dir eine ergebene, unterwürſige Frau, ein beſtändiges und ſanftes Gemüth ſinden? Du weißt, daß dies mein glühendſter Wunſch iſt, Lorenza?

Die junge Frau ſchwieg.

Wirſt Du mich lieben? vollendete Balſamo mit einem Seufzer.

Ich will nur das verſprechen, was ich halten kann, antwortete Lorenza;weder die Liebe noch der Haß hängen von uns ab. Ich hoffe, Gott wird zur Belohnung des guten Benehmens von Ihrer Seite geſtatten, daß der Haß verſchwinde, und daß die Liebe komme.

Leider iſt es nicht genug mit einem ſolchen Ver⸗ ſprechen, Lorenza, daß ich Dir vertraue. Ich muß einen unbeſchränkten, heiligen Schwur haben, deſſen Bruch ein Verbrechen gegen Gott iſt, einen Schwur, der Dich in dieſer und in jener Welt bindet, der Deinen Tod in dieſer und Deine Verdammniß in jener nach ſich zieht.

Lorenza ſchwieg.

Willſt Du dieſen Schwur leiſten?

Lorenza ließ ihren Kopf in ihre beiden Hände fallen und ihr Buſen ſchwoll an, unter dem Druck entgegenge⸗ ſetzter Gefühle.

Leiſte mir dieſen Eid, Lorenza, ſo wie ich ihn Dir vorſpreche, mit der Feierlichkeit, mit der ich Dich umgeben werde, und Du biſt frei.

Was ſoll ich ſchwoͤren, mein Herr?

Schwöre, daß nie, unter keinem Vorwand, etwas von dem, was Du über die Wiſſenſchaft von Althotas erlernt haſt, über Deine Lippen kommen wird.

Ja, ich werde das ſchwören.

Schwöre, daß nichts von dem, was Du in Be⸗