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der Verzweiflung verſinken zu laſſen, bewilligen Sie mir, da ich Ihnen zu nichts nütze bin...“
Sie hielt inne, um Balſamo anzuſchauen, aber ſchon hatte er ſeine Selbſtbeherrſchung wieder erlangt, und ſte begegnete nur einem kalten Blick und einer gefalteten
tirne.
Sie belebte ſich unter dieſem beinahe drohenden Auge und fuhr fort:
„Bewilligen Sie mir, nicht die Freiheit, ich weiß, daß mich ein Geheimniß Gottes, oder vielmehr Ihr Wille, der mir allmächtig erſcheint, zur Gefangenſchaft für mein ganzes Leben verurtheilt, bewilligen Sie mir, daß ich menſchliche Geſichter ſehen, daß ich den Ton einer andern Stimme als der Ihrigen hören darf; bewilligen Sie mir endlich auszugehen, mein Daſein zu beurkunden.“
„Ich ſah dieſen Wunſch vorher, Lorenza,“ ſagte Bal⸗ ſamo, indem er ſie bei der Hand nahm,„und Du weißt, dieſer Wunſch iſt ſeit langer Zeit auch der meinige.“
„Alſo!“ rief Lorenza.
„Aber,“ fuhr Balſamo fort,„Du haſt mich ſelbſt gewarnt. Wie ein Wahnſinniger— jeder Menſch, der liebt, iſt wahnſinnig,— habe ich Dich einen Theil meiner Geheimniſſe in der Wiſſenſchaft und in der Politik ergrün⸗ den laſſen. Du weißt, daß Althotas den Stein der Weiſen gefunden hat, und das Lebenselirir ſucht: dies in Betreff der Wiſſenſchaft. Du weißt, daß ich und meine Freunde gegen die Monarchien der Welt conſpiriren; dies in Be⸗ treff der Politik. Das eine von dieſen Geheimniſſen kann bewirken, daß ich wie ein Zauberer verbrannt werde, das andere kann machen, daß man mich wie einen des Hoch⸗ verraths Schuldigen rädert. Du aber haſt mich bedroht, Lorenza, Du haſt mir geſagt, Du würdeſt Alles in der Welt verſuchen, um Deine Freiheit wieder zu erlangen, und ſobald Du dieſe Freiheit wieder erlangt, wäre der erſte Gebrauch, den Du davon machen wirdeſt, der, daß Du mich Herrn von Sartines anzeigteſt. Haſt Du das geſagt?“
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