und er hat den Herrn Baron, Ihren Vater, beauftragt, Ihnen denſelben zu überreichen. Was ſoll ich nun Seiner Majeſtät von Ihnen antworten?“
„Mein Herr,“ erwiederte Andrée, die ihr Benehmen nur als eine Folge der jeder Unterthanin ihrem König ſchuldigen Achtung entwickelte,„wollen Sie die Güte haben, Seine Majeſtät meiner ganzen Dankbarkeit zu verſichern. Sagen Sie Seiner Majeſtät, ſie ſei allzu gnädig, wenn ſie ſich mit mir beſchäftige, und ich fühle mich ſehr unwürdig der Aufmerkſamkeit eines ſo mächtigen Monar⸗
Richelieu ſchien ganz begeiſtert von dieſer Antwort, die das Mädchen mit feſter Stimme und ohne Zögern ſprach.
Er nahm ihre Hand, küßte ſie ehrfurchtsvoll, ver⸗ ſchlang ſie mit ſeinen Blicken und ſagte:
„Eine königliche Hand, ein Feenfuß... Der Geiſt, der Wille, die Unſchuld... Ah! Baron, welch ein Schatz!.. Es iſt nicht eine Tochter, was Sie da haben, es iſt eine Königin...“
Und nach dieſem Wort nahm er Abſchied, ließ Ta⸗ verney bei Andrée, Taverney, der ſich unmerklich vor Stolz und Hoffnung aufblähte.
Wer ihn geſehen hätte, dieſen Philoſophen der alten Theorie, dieſen Skeptiker, dieſen Verächter, wie er mit langen Zügen die Luft der Gunſt aus ihrem am Mindeſten athembaren Moraſt einſchlürfte, würde ſich geſagt haben, Gott habe aus demſelben Schlamm den Geiſt und das Herz von Herrn von Taverney geknetet.
Taverney allein hätte über dieſe Veränderung Antwort geben koͤnnen:
„Ich habe mich nicht verändert, ſondern die Zeit.“
Er blieb alſo bei Andrée ſitzen... etwas verlegen, denn das Mädchen mit ſeiner unerſchöpflichen Lauterkeit heftete auf ihn zwei Blicke ſo tief wie das Meer in ſeinem tiefſten Abgrund.
„Hat Herr von Richelieu nicht geſagt, Seine Majeſtät
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