Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 21.-24. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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CXVII. Der Vater und die Tochter.

Vom Ende der Allee erblickte Andrée wirklich den Marſchall und ihren Vater, welche ſie erwartend vor dem Veſtibule auf und abgingen.

Die zwei Freunde ſchienen außerordentlich heiter zu ſein; ſie gingen Arm in Arm; man hatte bei Hofe Ore⸗ ſtes und Pylades noch nicht ſo getreu dargeſtellt geſehen.

Beim Anblick von Andrée wurden die zwei Greiſe noch freundlicher und machten ſich gegenſeitig auf ihre, durch den Zorn und die Schnelligkeit des Ganges erhöhte, ſtrahlende Schönheit aufmerkſam.

Der Marſchall verbeugte ſich vor Andrée, wie er es nur vor der erklärten Frau von Pompadour hätte thun können. Dieſe Nuance entging Taverney nicht, der da⸗ rüber entzückt war, aber ſie ſetzte Andrée durch jene Mi⸗ ſchung von Ehrfurcht und galanter Freiheit in Erſtaunen, denn der gewandte Hofmann verſtand es, ſo viele Einzel⸗ heiten in einen Gruß zu legen, als Covrelle franzöſiſche Sätze in ein einziges türkiſches Wort zu legen wußte.

Andrée machte eine Gegenverbeugung, welche eben ſo ceremonlös für ihren Vater, als für den Marſchall war; dann lud ſie Beide auf eine anmuthreiche Weiſe ein, in ihr Zimmer zu kommen.

Der Marſchall bewunderte die elegante Reinlichkeit, den einzigen Luxus der Ausſtattung und der Architektur dieſes Winkels. Mit Blumen, mit ein wenig weißer Mouſſeline hatte Andrée aus ihrem traurigen Zimmer nicht einen Palaſt, wohl aber einen Tempel gemacht.

Er ſetzte ſich auf ein großes, mit grünem Zitz über⸗ zogenes, Fauteuil unter ein chineſiſches Horn, aus dem