ſteller aufhielten, die Zeit ſehr gut benützt haben, und daß der Zögling mit dem erſten Schlage Romane macht, vehe beinahe derer würdig ſind, die ſein Lehrer veröffent⸗
t.“ Gilbert, der mit Ruhe zugehört hatte, weil er glaubte, Andrée würde auf die leidenſchaftlichen Dinge, die er geſagt, ernſte Dinge erwiedern, fiel von der ganzen Höhe ſeiner Treuherzigkeit unter dem Streiche dieſer blu⸗ tigen Ironie herab.
„Ein Roman,“ murmelte er entrüſtet,„Sie behan⸗ deln als Roman, was ich Ihnen geſagt habe?“
„Ja, mein Herr,“ erwiederte Andrée,„ein Roman; nur haben Sie mich nicht genoͤthigt, ihn zu leſen, und dafür weiß ich Ihnen Dankb; leider aber muß ich tief be⸗ dauern, nicht bezahlen zu können, was er werth iſt, denn wide es vergebens verſuchen, da Ihr Roman unbezahl⸗ ar iſt.“
„Das iſt es alſo, was Sie mir antworten?“ ſtam⸗ melte Gilbert, das Herz zuſammengeſchnürt, die Augen erloſchen. „Ich antworte Ihnen gar nicht, mein Herr,“ ſagte Andrée, indem ſie ihn zurückſchob, um an ihm vorüber⸗ gehen zu können.
In dieſem Augenblick erſchien Nicole am Ende der Allee und rief von hier aus ihrer Gebieterin, um nicht zu ungeſtüm das Geſpräch zu unterbrechen, deſſen einen Theil ſie nicht erkannt hatte, weil ſie Gilbert durch die Schatten nicht genau zu betrachten vermochte.
Als ſie aber näher kam, ſah ſie den jungen Mann, erkannte ihn und war ganz erſtaunt. Sie bereute es nun, daß ſie nicht einen Umweg gemacht, um zu hören, was Gilbert Fräulein von Taverney zu ſagen gehabt haben könnte.
Mit einer ſanften Stimme, als wollte ſie Gilbert den Stolz beſſer begreiflich machen, mit dem ſie zu ihm Feſhrochen⸗ wandte ſich Andrée an Nicole und fragte dieſe:
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