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namen und Verwundeten beſtreut ließen.“
„Ah! am 31. Mai.“
„Ja, mein Fräulein.“
Andrée erholte ſich und nahm wieder ihr ſpöttiſches Lächeln an.
„Und an dieſem Tag, behaupten Sie, haben Sie Ihr Leben preisgegeben, um das meinige zu retten, Herr Gilbert?“
„Ich habe ſchon die Ehre gehabt, dies Ihnen zu agen.“
„Sie ſind alſo der Herr Baron von Balſamo? Ich bitte Sie um Verzeihung, denn ich wußte es nicht.“
„Nein, ich bin nicht der Herr Baron von Balſamo,“ erwiederte Gilbert die Augen entflammt und die Lippen bebend,„ich bin das arme Kind aus dem Volk, ich bin Gilbert, der ſo toll, ſo albern, ſo unglücklich iſt, Sie zu lieben; der, weil er Sie wie ein Wahnſinniger, wie ein Wüthender liebte, Ihnen in der Menge gefolgt iſt; ich bin Gilbert, der, einen Augenblick von Ihnen getrennt, Sie an dem gräßlichen Schrei wiedererkannte, als Sie den Boden verloren; Gilbert, der bei Ihnen niederfiel und Sie mit ſeinen Armen umſchlang, bis zwanzigtauſend Arme, auf die ſeinigen drückend, ſeine Kraft gebrochen hatten; Gilbert, der ſich an den ſteinernen Pfeiler warf, wo Sie zerquetſcht werden ſollten, um Ihnen die weichere Stütze ſeines Leichnams zu bieten; Gilbert, der, als er in der Menge den ſeltſamen Mann erblickte, welcher den an⸗ dern Menſchen zu befehlen ſchien, und deſſen Namen Sie ausgeſprochen haben, alle ſeine Kräfte, all ſein Blut, ſeine ganze Seele zuſammenraffte und Sie in ſeinen ſterbenden Armen aufhob, damit dieſer Mann Sie erblickte, Sie faßte, Sie rettete; Gilbert endlich, der von Ihnen, die er einem glücklichern Retter abtrat, nur einen Fetzen Ihres Kleides behielt, den er an ſeine Lippen drückte, und es war Zeit, denn das Blut floß alsbald nach ſeinem Herzen, nach ſeinen Schläfen und nach ſeinem Gehirn; die rollende
flohen und den Boden des Platzes mit zahlloſen Leich⸗
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