Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 17.-20. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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es iſt hart, dies Dir zu ſagen, doch Du mußt Deine Tochter ſchnell in ein Kloſter abgehen laſſen.

Und warum dies? fragte der Baron.

Weil der König, antwortete der Marſchall,weil der König, darauf wollte ich wetten, ſterblich in Fräulein von Taverney verliebt iſt.

Bei dieſen Worten wurde Gilbert bleicher als die 1 flockigen Schneeballen, die auf ſeine Schulter und auf ſeine Stirne fielen.

CXV. Ahnungen.

Am andern Tage, als eben die zwölfte Stunde auf der Uhr von Trianon ſchlug, rief Nicole Andrée, die ihr 1 Zimmer noch nicht verlaſſen hatte, zu: 4

Mein Fräulein, mein Fräulein, Herr Philipp!

Dieſer Ruf kam unten von der Treppe.

Ganz erſtaunt, zugleich aber ganz freudig, ſchloß Andrée ihr mouſſelinenes Morgenkleid und lief dem jun⸗ gen Mann entgegen, der wirklich im Hof von Trianon vom Pferde geſtiegen war und ſich bei einigen Dienſtboten nach der Stunde erkundigte, zu der er ſeine Schweſter ſprechen könne.

Andrée öffnete alſo ſelbſt die Thüre und fand ſich alsbald Philipp gegenüber, den die dienſtfertige Nicole aus dem Hof geholt hatte und die Stufen hinauf geleitete.

Das Maͤdchen warf ſich ſeinem Bruder an den Hals und Beide traten in das Zimmer, gefolgt von Nicole.

Jetzt erſt bemerkte Andrée, daß Philipp ernſter auss ſah, als gewöhnlich, daß ſogar ſein Lächeln nicht von Traurigkeit frei war, daß er ſeine zierliche Uniform mit