„Bah!“ „Nein.“ „Sprechen Sie alſo.“
„Sire, es iſt wahr, die Kleine hat einen wahren Ab⸗ ſcheu vor dem Heirathen; einer Sache bin ich aber ſicher: vor Eurer Majeſtät hat ſie keinen Abſcheu.“
Nachdem er dies mit einer Vertraulichkeit geſagt, die dem König gerade durch das Uebermaß der Offenherzigkeit gefiel, lief der Marſchall mit ſeinen kleinen Schritten wieder zu Taverney, der ſich aus Chrfurcht auf die Schwelle der Gallerie zurückgezogen hatte.
Beide entfernten ſich durch die Gärten.
Der Abend war herrlich. Zwei Lackeien gingen ihnen voran; ſie hielten in einer Hand Fackeln, während ſie mit der andern die blühenden Sträuche auf die Seite ſchoben; man ſah die Fenſter von Trianon noch im Feuer durch den Schweiß der von der Trunkenheit der fünfzig Gaͤſte der Frau Dauphine entflammten Scheiben.
Die Muſik Seiner Majeſtät belebte den Menuet, denn nach dem Abendbrod hatte man getanzt und man tanzte noch..
In einem dichten Gebüſche von Flieder und Schnee⸗ ballen kniete Gilbert auf der Erde und betrachtete das Spiel der Schatten hinter den durchſichtigen Vorhängen.
Wäre der Himmel auf die Erde gefallen, er würde dieſen Beſchauer, welcher ganz und gar von der Schönheit berauſcht war, der er in allen Krümmungen und Biegungen des Tanzes folgte, nicht zerſtreut haben.
Als jedoch Richelieu und Taverney an dem Gebüſch hinſtreiften, in welchem dieſer Nachtvogel verborgen war, veranlaßten Gilbert der Ton ihrer Stimmen und ein ge⸗ wiſſes Wort beſonders, den Kopf in die Höhe zu heben. Ddiieſes Wort war für ihn unendlich wichtig und be⸗ zeichnend.
Der Marſchall, der ſich auf den Arm ſeines Freundes ſtützte und ſich an ſein Ohr neigte, ſagte zu ihm: „Alles wohl überlegt, Alles wohl erwogen, Baron,


