Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 17.-20. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

25

Bei Gott! rief Richelieu, deſſen Gehirn kochte. Man ſtelle nun Nebenbuhler entgegen! rief Jean, trunken von ſeinen Plänen und ſeinen fiegreichen Ideen. lOh! ſprach Richelieu, indem er ſich vor den Kopf ſchlug. Was denn! was ergreift Sie denn, lieber Mar⸗ ſchall? Nichts, ich finde Ihren Bündnißgedanken vortreff⸗

Nicht wahr?

Und ich trete mit Händen und Füßen in Ihre Mei⸗ nung ein.

Bravo!

Wohnt Taverney mit ſeiner Tochter in Trianon?

Nein, er wohnt in Paris.

Iſt ſie ſchön, dieſe Tochter, lieber Graf?

Wäre ſie ſchön wie Kleopatra, oder wie... Jeanne, ich fürchte ſie nicht mehr, ſobald wir verbunden ſind.

Sie ſagen, Taverney wohne in Paris, in der Rue Saint⸗Honoré, glaube ich?

lich.

Ich habe nicht geſagt in der Rue Saint⸗Honoré: eer wohnt in der Rue Coq⸗Héron. Haben Sie zufällig eine Idee, um die Taverney zu züchtigen?

Ich glaube, ja, Graf, ich glaube, ich habe eine Idee.

Sie ſind ein unvergleichlicher Mann; ich verlaſſe Sie und verſchwinde, um ein wenig zu erfahren, was man in der Stadt ſpricht.

Adieu alſo, Graf... Ah! Sie haben mir das neue Miniſterium nicht genannt.

8Oh! Zugvögel: Terray, Bertin, ich weiß nicht mehr wer... Das Interim, bis Herr von Aiguillon, der ver⸗

tagte Miniſter, auftritt.

DDer es auch vielleicht unbeſtimmte Zeit iſt, dachte

Niichelien, während er Jean ſein anmuthigſtes Lächeln als

Abſchiedsſchmeichelei zuſandte.

3 Jean ging weg. Rafté trat wieder ein. Er hatte

.