Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 17.-20. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſechs Uhr, als ich den Wagen von Herrn von Aiguillon 3 wegfahren ſah. Um ſechs Uhr! rief Richelieu lächelnd.

a.

Am Morgen, dieſen Morgen?

Am Morgen, dieſen Morgen. Sie können ſich denken, um ſo frühzeitig aufzuſtehen und zu einer ſolchen

3 Stunde Audienz zu geben, muß Jeanne in Ihren theuren Neffen vernarrt ſein. Ja, ja, ſagte Richelien, ſich, die Hände reibend;

um ſechs Uhr. Bravo! Aiguillon! Die Audienz muß um fünf Uhr angefangen haben... In der Nacht! das iſt wunderbar!... Das iſt wunderbar!... wiederholte der Marſchall. In der That wunderbar, mein lieber Jean! Und Ihr drei ſeid nun wie Oraſtes, Pilades und noch ein anderer Pilades. In dieſem Augenblick, und indeß ſich der Marſchall auf das Freudigſte die Hände rieb, trat Aiguillon in den 1 Salon. 3 Der Neffe verbeugte ſich vor dem Oheim mit einer Miene des Bedauerns, welche für Richelieu genügte, wenn 4 nicht um die Wahrheit zu begreifen, doch wenigſtens um den größeren Theil derſelben zu errathen. Er erbleichte, als ob er eine tödtliche Wunde erhalten hätte: ſogleich kam ihm der Gedanke, daß es bei Hof weder Freunde noch Verwandte gebe, und daß Jeder ſeinen Vortheil an ſich reiße. Ich war ein großer Dummkopf, ſagte er zu ſich ſelbſt.Nun, Herr von Aiguillon? fragte er, einen ſchweren Seufzer unterdrückend. 4 Nun, Herr Marſchall? 5 Das iſt ein ſtarker Schlag für die Parlamente,,

ſprach Richelieu, die Worte von Jean wiederholend. Aiguillon erröthete. 1 8 3Sie wiſſen? ſagte er.

Der Herr Graf hat mir Alles mitgetheilt, ſelbſt