Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 17.-20. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Wenn ich populär würde, wie, Rafté?

ieWir leben in der Zeit der Wunder, erwiederte dieſer.

Ah! Taverney! rief der Marſchall, der fortwäh⸗ rend las...was will er hier?

Ich weiß es nicht, Herr Marſchall; doch beeilen Sie ſich, treten Sie ein. 4

Und der Secretaire zwang beinahe ſeinen Herrn in den großen Salon zu gehen.

Nichelieu mußte zufrieden ſein. Der Empfang, der ihm zu Theil wurde, wäre nicht unter dem Ehrgeiz und der Eitelkeit eines Prinzen von Geblüt geweſen. 3

Doch die ganze, ſo zarte, ſo geſchickte, ſo ſchlaue Artigkeit jener Zeit und jener Geſellſchaft wurde ſchlecht vom Zufall bedient, der Richelieu eine herbe Myſtification vorbehielt.

Aus Schicklichkeit und aus Achtung vor der Etiquette enthlelt ſich dieſe ganze Menge, vor Richelieu das Wort Miniſterium auszuſprechen; einige kühnere Männer gingen bis zu dem Wort Compliment; dieſe wußten, daß man

leicht über das Wort hinſchlüpfen mußte, und daß Riche⸗

lieu kaum darauf antwortete.

Für Jedermann war dieſer Beſuch bei Sonnenauf⸗ gang eine einfache Demonſtration, wie man zum Beiſpiel zum Neujahr Glück wünſcht.

In jener Zeit war es nicht ſelten, daß die unfaß⸗ baren Nuancen durch Maſſen und einſtimmig begriffen

erden. Einige Höflinge wagten es, während des Geſprächs einen Wunſch, eine Hoffnung auszudrücken. Der Eine ſagte, er hätte ſein Gouvernement näher bei Paris gewünſcht. 1 4 Hierüber plauderte er mit einem Mann, deſſen An⸗

ſehen beinahe ſo groß war, als das des Herrn von

Nichelieu. Ein Anderer behauptete, er ſei dreimal von Herrn von Choiſeul bei Beförderungen zum Ordensritter über⸗