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Wie wird es erſt bei denjenigen ſein, deren Sie bedürfen,
Monſeigneur!“ 8
„Ah! höre, Rafté,“ rief der Marſchall, der ſich den Anſchein gab, als lachte er,„wenn Jemand behaupten wollte, Du ſchmeichelſt I...
„Ei! Monſeigneur,“ entgegnete Rafté,„warum haben Sie ſich an den Karren angeſpannt, den man das Mini⸗ ſterium nennt? Sie ſind es alſo müde, glücklich zu ſein und zu leben?“
„Mein Lieber, ich habe Alles gekoſtet, nur das nicht.“
„Sie haben nie Arſenik gekoſtet, warum verſchlingen Sie nicht aus Neugierde in Ihrer Chocolade?“
„Rafté, Du biſt nur ein Träger; Du erräthſt, daß Du als mein Secretaire viele Geſchäfte haben wirſt, und weichſt zurück...; Du haſt es übrigens ſelbſt geſagt.“
Der Marſchall ließ ſich ſorgfältig ankleiden.
„Gib mir eine militäriſche Tournure,“ empfahl er dem Kammerdiener„und reiche mir meine militäriſchen Orden.“
„Es ſcheint, wir ſind beim Krieg?“ fragte Rafté.
„Mein Gott, ja, es ſcheint, wir ſind hiebei.“
„Ah!“ fuhr Rafté fort,„ich habe die Ernennung des Königs nicht geſehen, das iſt nicht in Ordnung.“
„Sie wird ohne Zweifel kommen.“
„Ohne Zweifel i*ſt heute das officielle Wort.
„Wie unangenehm biſt Du alternd geworden, Rafté. Du biſt Formaliſt und Puriſt; wenn ich das gewußt häͤtte, ſo hätte ich Dich nicht meine Eintrittsrede bei der Aca⸗ demie machen laſſen, dadurch biſt Du Pedant geworden.“
„Hören Sie dech, Monſeigneur, da wir die Regie⸗ rung bilden, ſo müſſen wir regelmäßig zu Werke gehen... Es iſt ſeltſam.“
„Was iſt eltſam?“
„Der Her Graf de la Vaudraye, der auf der Straße mit mir geſprochen hat, ſagte mir, es ſei noch nichts für das Miniſterium geſchehen.“
Lächelnd erwiederte Richelieu:


