lächelnd auf der Schwelle erſchien,„hier iſt Rafté, was will man von ihm?“ 3 5
Die ganze Aufgeblaſenheit des Herzogs ſiel vor dieſen Worten.
„Ah! ich ſagte doch, Du ſchlafeſt nicht mehr.“
„Und wenn ich geſchlafen hätte, wäre das zum Er⸗ ſtaunen geweſen? Es iſt kaum Tag.“ 4
„Aber mein lieber Rafté, Du ſiehſt, daß ich nicht mehr ſchlafe.“
„Das iſt etwas Anderes, Sie ſind Miniſter, Sie; wie ſollten Sie ſchlafen?“
„Ah! ich glaube, Du willſt mich zanken,“ ſagte der Marſchall, während er vor dem Spiegel Grimaſſen machte;„biſt Du nicht zufrieden?“
„Ich! was habe ich davon? Sie werden ſich ſehr ermüden und krank ſein. In Folge hievon werde ich ſodann den Staat regieren, und das iſt durchaus nicht beluſtigend, Monſeigneur.“
„Oh! wie alt biſt Du geworden, Rafté.“
„Ich bin gerade vier Jahre jünger als Sie, Mon⸗ ſeigneur. Ohl ja, ich bin alt.“
3 Der Marſchall ſtampfte vor Ungeduld mit dem Fuß..
„Biſt Du durch das Vorzimmer gekommen?“ fragte er.
„Ja.
„Wer iſt dort?“
„Jedermann.“
„Was ſagt man?“ „Sie erzählen ſich gegenſeitig, was ſie von Ihnen verlangen wollen.“
„Das iſt ganz natürlich. Doch von meiner Ernen⸗
nung, haſt Du nicht hievon ſprechen hören 2“
„Ohl ich will Ihnen lieber nicht wiederholen, was man davon ſagt.“
„Den Teufel! ſchon die Kritik?“
„Und zwar unter denjenigen, welche Ihrer bedürfen!
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