Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Das iſt abgemacht; doch ich brauche nun etwas für die Gegenwart. 8

Aber ich habe nichts.

Sie haben Chevaurlegers; Herr von Aiguillon iſt ein Officier, das, was man einen Degen nennt; geben Sie ihm Ihre Chevaurlegers.

Gut, es ſei, er ſoll ſie haben.+

Ich danke! rief die Gräfin entzückt vor Freude,

ich danke!

Und Herr von Aiguillon konnte einen ganz plebejiſchen Kuß auf den Wangen Seiner Majeſtät des Königs Lud⸗ wig XV. ſchallen hören.

Geben Sie mir nun Abendbrod, Gräfin, ſagte der König. Nein, erwiederte ſie,es findet ſich nichts hier; Sie haben mich mit der Politik todtgeſchlagen... Meine Leute haben Feuerwerk und Reden gemacht, aber nichts in der Küche.

So kommen Sie nach Marly; ich nehme Sie mit. 12

Unmöglich; mein armer Kopf zerſpringt in Stücke.

Migräne?

Unbarmherzig.

Dann müſſen Sie ſich niederlegen, Gräfin.

Das werde ich thun, Sire..

Leben Sie wohl alſo.

Nämlich auf Wiederſehen.

Ich ſehe ein wenig aus wie Herr von Choiſeul und man ſchickt mich fort.

Indem man Sie zurückgeleitet, indem man Ihnen huldigt, Ihnen ſchmeichelt, rief die tolle Frau, und 4 ſchob ganz ſachte den König nach der Thüre, bis er am Ende außen war, wobei ſie fortwährend geräuſchvoll lachte und ſich auf jeder Stufe der Treppe umwandte.

Von dem Säulengang herab ſtreckte die Gräfin einen 8 Leuchter aus.

Sagen Sie, Gräfin, rief der Koͤnig, wieder eine Stufe hinaufſteigend.