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1in48“ wollen ein Miniſterium für dieſen Stören⸗ ried?
„Ich will eine Belohnung für denjenigen, welcher Sie auf die Gefahr, ſeine Würden und ſein Vermögen zu verlieren, vertheidigt hat.“
„Sagen Sie ſein Leben, denn man wird eines Mor⸗ gens Ihren Herzog in Geſellſchaft Ihres Freundes Mau⸗ peou ſteinigen.“
„Sie würden Ihre Vertheidiger ſehr ermuthigen, wenn ſie Sie hörten.“.
„Sie geben es mir wohl zurück, Gräfin.“
„Sagen Sie das nicht, die Thatſachen ſprechen.“
„Ah! warum dieſe Wuth für Aiguillon 21
„Wuth! ich kenne ihn nicht; ich habe ihn heute ge⸗ ſehen und zum erſten Mal mit ihm geſprochen.“
„Ah! das iſt etwas Anderes; dann iſt es Ueberzeu⸗ gung, und ich achte alle Ueberzeugungen, da ich nie ſolche gehabt habe.“
„So geben Sie Herrn von Richelieu etwas im Namen von Aiguillon, da Sie Aiguillon nichts geben wollen.“
„Richelieu! nichts, nichts, nichts, niemals!“
3„Herrn von Aiguillon alſo, da Sie Richelieu nichts geben.“
„Wie! ihm ein Portefeuille geben? In dieſem Au⸗ genblick iſt es unmöglich.“
„Ich begreife das; doch ſpäter... bedenken Sie, daß er ein Mann von Mitteln, von Thätigkeit iſt, und daß Sie mit Terray, Aiguillon und Maupeou die drei Köpfe von Cerberus haben werden. Bedenken Sie auch, daß Ihr Miniſterium ein Scherz iſt und keine Dauer haben kann.“
„Sie täuſchen ſich, Gräfin,. es wird drei Monate dauern.“
„In drei Monaten halte ich Sie bei Ihrem Wort.“
„Ohl oh! Gräfin.“


