Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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der ich mich nicht heilen kann: er iſt kühn und mißfällt mir nicht.

Es iſt ein Mann von Geiſt! rief die Gräfin.

Ein muthiger Mann und hartnäckig in Vertheidi⸗ gung der königlichen Vorrechte. Ein wahrer Pair!

1Ja, ja, hundertmal ja! Machen Sie etwas aus ihm. 3

Da ſchaute der König die Gräfin die Arme kreu⸗ zend an.

Wie iſt es möglich, Gräfin, daß Sie mir derglei⸗ chen in dem Augenblick vorſchlagen, wo ganz Frankreich von mir die Verbannung und Entſetzung des Herzogs ver⸗ langt?

Madame Dubarry kreuzte die Arme ebenfalls und erwiederte:

So eben nannten Sie Herrn von Richelien ein naſſes Huhn... Dieſer Name kommt Ihnen von Heechts wegen zu. 3

Oh! Gräfin.

Sie ſind nun ſehr ſtolz, weil Sie Herrn von Choi⸗ ſeul weggeſchickt haben.

Ei! das war nicht leicht.

Sie haben es gethan, gut, und nun weichen Sie vor den Golgen zurück..

Ich?

Allerdings. Was thun Sie, indem Sie den Herzog entlaſſen?

Ich gebe dem Parlament einen Fußtritt auf den Hintern.

Und Sie wollen nicht zwei geben? Was Teufels! heben Sie Ihre zwei Beine auf, wohlverſtanden, eines nach dem andern. Das Parlament wollte Choiſeul be⸗ halten; ſchicken Sie Choiſeul weg. Es will Aiguillon wegſchicken; behalten Sie Aiguillon.

Ich ſchicke ihn nicht weg.

1Behalten Sie ihn, beträchtlich verbeſſert und ver⸗ mehrt.