200 in allen Additionen von Herrn von Choiſeul finden. Ich— hatte den Gedanken, für den Krieg einen vortrefflichen Mann, einen Reinen, wie Sie ſagen, zu ſuchen, nur um den Philoſophen zu gefallen.“
„Gut! wen denn, Voltaire?“
„Beinahe... den Chevalier du Muy... einen Cato.“
„Oh! mein Gott! Sie erſchrecken mich.“
„Es war ſchon gethan... ich hatte den Mann kommen laſſen, ſeine Beſtallung war unterzeichnet, er dankte mir, als mir mein guter oder mein ſchlimmer Genius, ent⸗ ſcheiden Sie ſelbſt, Gräfin, den Gedanken eingab, ihm zu ſagen, er möge dieſen Abend nach Luciennes kommen, um mit uns zu ſpeiſen und zu plaudern.“
„Pfui! wie abſcheulich!“
„Ah! Gräfin, das iſt es gerade, was mir du Muy geantwortet hat.“
„Er hat Ihnen das geſagt?“
„Mit anderen Worten; er ſagte mir, dem König zu dienen ſei ſein heißeſtes Verlangen, Madame Dubarry. dienen ſei unmöglich.“ 4*
„Er iſt hübſch, Ihr Philoſoph.“
„Sie begreifen, Gräfin, ich reichte ihm die Hand... um ſein Patent zurückzunehmen, das ich mit einem ge⸗ duldigen Lächeln in Stücke zerriß. Und der. Chevalier verſchwand. Ludwig XIV. hätte dieſen Burſchen in einem der ſchmutzigen Löcher der Baſtille verfaulen laſſen; aber ich bin Ludwig XV. und habe ein Parlament, das mir die Peitſche gibt, ſtatt daß ich ſie ihm gebe.“
„Gleichviel, Sire,“ ſagte die Gräfin, indem ſie ihren königlichen Geliebten mit Küſſen bedeckte.„Sie ſind ein vollkommener Mann.“
„Das wird nicht alle Welt ſagen. Terray wird verwünſcht.“
„Wer iſt es nicht? Und bei den auswärtigen An⸗ gelegenheiten?“
„Den braven Bertin, den Sie kennen.“
„Nein.“


