—õõꝛ—
199
„Oh! ich, das iſt meine Aufgabe, Gräfin... Laſſen Sie Ihren Candidaten ein wenig hören.“
„Nein, ſagen Sie mir die Ihrigen.“
„Ich will es wohl, um Ihnen ein Beiſpiel zu geben.“
„Für die Marine zuerſt, wobei der liebe Herr von Praslin war?“
„Ah! etwas Neues, Gräfin, ein reizender Mann, der nie das Meer geſehen hat.“
„Gehen Sie doch!“
„Auf Ehre! das iſt eine herrliche Erfindung. Ich werde mich populär machen, man wird mich auf den ent⸗ fernteſten Meeren bekränzen, im Bildniß natürlich.“
„Aber wer denn, Sire, wer?“
„Wetten wir, daß Sie es unter Tauſend nicht er⸗ rathen?“
„Ein Mann, deſſen Wahl Sie populär macht... meiner Treue nein.“
„Ein Mann vom Parlament, meine Liebe, ein erſter Präſident des Parlaments von Beſangon.“
„Herr von Boyen.“
„Er ſelbſt; Teufel, wie gelehrt ſind Sie!... Sie kennen dieſe Leute.“
„Ich muß wohl, Sie ſprechen mir alle Tage vom Parlament. Oh! doch dieſer Menſch weiß nicht, was ein Ruder iſt.“—
„Deſto beſſer. Herr von Praslin kannte ſein Ge⸗ mwere zu gut, und koſtete mich zu viel mit ſeinen Schiffs⸗
auten.“
„Aber bei den Finanzen, Sire?“
„Ahl bei den Finanzen, das iſt etwas Anderes; ich wähle einen ſpeciellen Mann.“
„Einen Finanzmann?“
„Nein... einen Militär, die Finanzmänner zehren mich ſchon zu lange auf.“
„Aber beim Krieg, großer Gott?“
„Beruhigen Sie ſich, ich ſtelle einen Finanzmann an, Terray, das iſt ein Rechnungsklauber; er wird Fehler


