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Ich werde den Herrn bitten aus Achtung vor ſeinem Oheim dieſen in Allem nachzuahmen, was er Angenehmes für mich thun wird.“
„Das iſt das Benehmen, das ich mir längſt vorge⸗ zeichnet habe, Madame,“ ſprach der Herzog von Aiguillon mit einer neuen Verbeugung.
„Sie haben in der Bretagne ſehr gelitten?“ fragte die Gräfin.
„Ja, Madame, und ich bin noch nicht zu Ende,“ erwiederte Herr von Aiguillon.
„Ich glaube doch, mein Herr; überdies iſt hier Herr von Richelieu, der Sie mächtig unterſtützen wird.“
Aiguillon ſchaute Richelieu wie erſtaunt an.
„Ah!“ ſagte die Gräfin,„ich ſehe, daß der Marſchall noch nicht einmal Zeit gehabt hat, mit Ihnen zu reden; das iſt ganz einfach, Sie kommen ſo eben von der Reiſe. Nun! Sie müſſen ſich hundert Dinge zu ſagen haben. Ich laſſe Sie allein, Marſchall. Herr Herzog, Sie ſind hier zu Hauſe.“
Die Gräfin zog ſich nach dieſen Worten zurück.
Doch ſie hatte einen Plan. Die Gräfin ging nicht ſehr weit. Hinter dem Boudoir öffnete ſich ein großes Cabinet, wo ſich der König häufig, wenn er nach Lucien⸗ nes kam, unter chineſiſchen Spielereien aller Art aufhielt. Er zog dieſes Cabinet dem Boudoir vor, weil man aus demſelben Alles hörte, was im anſtoßenden Zimmer ge⸗ ſprochen wurde.
Madame Dubarry war alſo ſicher, daß ſie von hier aus die ganze Unterredung des Marſchalls und ſeines Neffen hören konnte; nach dieſem wollte ſie ſich über den letz⸗ teren eine unwiderrufliche Meinung bilden.
Doch der Herzog war nicht zu dupiren; er kannte einen großen Theil der Geheimniſſe jeder königlichen oder miniſteriellen Oertlichkeit. Horchen, während man ſprach, war eines von ſeinen Mitteln, ſprechen, während man horchte, war eine von ſeinen Liſten.
Er beſchloß alſo, noch ganz warm von dem Empfang,


