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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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und, ſei es aus Zufall, oder war es Folge der Verſperrung, nicht die Landſtraße benützte, dieſer königliche Wagen, ſa⸗ gen wir, kreuzte die Carroſſe von Herrn von Choiſeul.

Die Dauphine ſaß mit ihrer Ehrendame, Frau von Noailles, auf dem Hinterſitz. 2

Fräulein Andrée von Taverney war auf dem Vorderſitz.

Roth vor Vergnügen und Glorie, neigte ſich Herr von Choiſeul tief grüßend aus dem Schlag.

Gott befohlen, Madame, ſagte er mit zitternder Stimme.

Auf Wiederſehen, Herr von Choiſeul, rief die Dau⸗ phine mit einem kaiſerlichen Lächeln und mit majeſtätiſcher Verachtung aller Etiquette.

Es lebe Herr von Choiſeul! ſchrie eine enthuſiaſtiſche Stimme nach dieſen Worten der Dauphine.

Fräulein Andrée wandte ſich raſch beim Tone dieſer Stimme um.

Aufgepaßt! riefen die Stallmeiſter der Prinzeſſin und nöthigten Gilbert, der ſich ganz bleich und ſehgierig vorgedrängt hatte, bis an den Graben der Straße zurück⸗ zuweichen.

Es war in der That unſer Held, der in einer philo⸗ ſophiſchen Begeiſterung: Es lebe Herr von Choiſeul! ge⸗ rufen hatte. 3

LXXXVIII. Der Herr Herzog von Aiguillon.

So viel man in Paris und auf der Straße nach Chanteloup Grimaſſen und rothe Augen zur Schau trug, eben ſo viele glänzende, lächelnde Geſichter brachte man nach Luciennes. In Luciennes thronte diesmal nicht mehr

eine Sterbliche, die ſchoͤnſte und angebetetſte der Sterb⸗