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eine Nachſchrift, die Sie, wenn Sie mich verlaſſen, beifü⸗ gen ſollen... Sie ſehen, daß ich unterrichtet bin, nicht wahr?“
Der Herzog wiſchte ſeine von eiſigem Schweiß be⸗ feuchtete Stirne ab, verbeugte ſich, ohne ein Wort zu er⸗ wiedern, und verließ das Cabinet, ſchwankend, als ob ihn der Schlag getroffen hätte.
Ohne die friſche Luft, die ihm in's Geſicht ſtrömte, wäre er rücklings niedergeſtürzt.
Doch er war ein Mann von mächtigem Willen. So⸗ bald er in der Gallerie war, raffte er ſeine ganze Stärke zuſammen, durchſchritt, die Stirne hoch, die Reihe der Höflinge und trat in ſeine Wohnung, um verſchiedene Pa⸗ piere zu verſchließen und zu verbrennen.
Eine Viertelſtunde nachher verließ er das Schloß in ſeiner Carroſſe.
Die Ungnade von Herrn von Choiſeul war ein Don⸗ nerſchlag, der Frankreich entzündete.
In der That, durch die Duldſamkeit des Miniſters unterſtützt, erklärten die Parlamente, der Staat habe ſeine feſteſte Säule verloren. Der Adel hing an ihm als an einem der Seinigen. Die Geiſtlichkeit war von dieſem Mann geſchont worden, deſſen perſoͤnliche Würde, zuweilen bis zum Hochmuth geſteigert, ſeinen miniſteriellen Verrich⸗ tungen ein prieſterliches Anſehen gab. 1
Die encyclopädiſtiſche oder philoſophiſche Partei, welche ſchon ſehr zahlreich und beſonders ſehr ſtark war, weil ſie bei den Unterrichteten, den Aufgeklärten und bei den vom Geiſte des Widerſpruchs beſeelten Leuten rekrutirte, ſtieß ein lautes Geſchrei aus, als ſie die Regierung den Händen des Mi⸗ niſters entgehen ſah, der Voltaire beweihrauchte, die Ency⸗ clopädie penſionirte und, ſie in nützlicher Richtung ent⸗ wickelnd, die Ueberlieferung von Frau von Pompadour, dieſes weibliches Mäcens der Männer des Mercure und der Philoſophie, bewahrte.
Das Volk hatte viel mehr Recht als alle die Unzu⸗ friedenen. Es beklagte ſich auch das Volk und zwar ohne


