Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Und zwar ein beſſerer als viele Andere, ſprach Rouſſeau;denn Sie ſind zugleich Arzt der Seele und des Körpers.

So viel Chre.." ſagte Gilbert mit ſchwacher Stimme, während er ſich in ſeinem ärmlichen Bette den Augen zu entziehen ſuchte. 4

Herr von Juſſieu wollte Sie durchaus beſuchen, ſprach Rouſſeau,und ich habe ſein Anerbieten angenommen nun, mein lieber Doctor, was ſagen Sie zu dieſer Bruſt?

Der geſchickte Anatomiſt befühlte die Knochen und unterſuchte die Höhle mit der größten Aufmerkſamkeit.

Der Grund iſt gut, ſagte er;doch wer hat Sie mit ſolcher Gewalt in ſeine Arme gedrückt?

Ach! mein Herr, der Tod, ſprach Gilbert.

Roufſeau ſchaute den jungen Mann ganz verwundert an.

Oh! Sie ſind gequetſcht, mein Kind, ſehr gequetſcht;

doch ſtarkende Mittel, Luft, Muße, und Alles wird ver⸗

ſchwinden. Keine Muße... ich will keine haben, rief Gil⸗ bert, indem er Rouſſeau anſchaute. Was will er damit ſagen? fragte Herr von Juſſieu. Gilbert iſt ein rüſtiger Arbeiter, lieber Herr, erwie⸗

derte Rouſſeau.

Einverſtanden, doch man arbeitet nicht an ſolchen Tagen.

Um zu leben, arbeitet man alle Tage, denn man lebt alle Tage, ſagte Gilbert.

Oh! Sie werden nicht viel verzehren, und Ihre Ti⸗ ſanen koſten wenig.

So wenig ſie auch koſten mögen, mein Herr, ſo nehme ich doch kein Almoſen an, entgegnete Gilbert.

Sie ſind ein Narr, Sie übertreiben es, rief Rouſſeau.

Ich ſage Ihnen, daß Sie ſich nach der Vorſchrift dieſes

Herrn richten werden, denn er wird Ihr Arzt wider Ihren Willen ſein. Glauben Sie, daß er mich gebeten hatte, keinen Arzt zu rufen 2 fuhr er, ſich an Herrn von Juſſieu wendend fort.

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