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licher Mann, wie alle diejenigen, welche ſich aus Geſchmack oder Nothwendigkeit der Natur, dieſer Quelle alles Guten, nähern! Seien Sie ruhig, Gilbert, rühren Sie ſich nicht, ich komme zurück.“
„Ja, ich danke,“ ſprach der junge Mann.
Rouſſeau ging hinaus.
Doch kaum war er außen, als Gilbert, ſo gut er konnte, aufſtand und ſich bis zur Dachluke ſchleppte, von wo aus man das Fenſter von Andrée erblickte.
Es war mühſam für einen jungen Mann ohne Kraͤfte, beinahe ohne Ideen, ſich auf den Schämel zu erheben, den Laden der Luke zu oͤffnen und ſich auf das Dach zu ſtützen. Es gelang jedoch Gilbert; doch ſobald er hier war, ver⸗ dunkelten ſich ſeine Augen, ſeine Hand zitterte, das Blut kehrte nach ſeinen Schläfen zurück und er fiel ſchwerfällig auf den Boden.
In dieſem Augenblick öffnete ſich die Kammerthüre, und Rouſſeau trat ein, Herrn von Juſſieu voranſchreitend, dem er tauſend Höflichkeiten erzeigte.
„Nehmen Sie ſich in Acht, mein lieber Gelehrter, bücken Sie ſich... es iſt hier eine Stufe,“ ſagte Rouſſeau; „wir treten wahrlich nicht in einen Palaſt ein.“
„Ich danke: ich habe gute Augen, gute Beine,“ er⸗ wiederte der gelehrte Botaniker..
„Man will Sie beſuchen, mein kleiner Gilbert,“ ſagte Rouſſeau, nach dem Bette ſchauend.„Ah! mein Gott! wo iſt er? Er iſt aufgeſtanden, der Unglückliche!“
Da bemerkte Rouſſeau, daß der Laden offen war, und wollte ſich in väterlichen Verweiſen ereifern.
Gilbert erhob ſich mit großer Anſtrengung und ſagte mit beinahe erloſchener Stimme:
„Ich bedurfte der Luft.“
Es war nicht möglich, zu zanken; das Leiden trat ſichtbar ausgeprägt auf dem verſtoͤrten Geſichte hervor.
„Es iſt in der That furchtbar heiß hier,“ ſagte Herr von Juſſieu;„reichen Sie mir Ihren Puls, junger Mann, ich bin auch Arzt.“


