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„Gleichviel, es iſt ſehr unklug, ſich in ein ſolches Ge⸗ dränge, in eine ſolche Menſchenmenge zu miſchen,“ brum⸗ melte Thereſe.
„Ja, ja, es iſt ſehr unklug,“ wiederholten im Chor
die Nachbarn.
„Eil meine Damen,“ unterbrach ſie Rouſſeau,„es iſt keine Unklugheit, dahin zu gehen, wo keine offene Gefahr droht, und eine offene Gefahr droht nicht bei einem Feuer⸗ werk. Kommt die Gefahr in dieſem Fall, ſo iſt man nicht unklug, ſondern unglücklich. Wir, die wir ſprechen, hätten dasſelbe gethan.“
Gilbert ſchaute umher und wollte reden, als er ſah, daß er im Zimmer von Rouſſeau war. Doch die An⸗ ſtrengung, mit der er es verſuchte, machte, daß ihm das Blut in den Kopf, in den Mund und in die Naſenlöcher ſtieg.
Rouſſeau war von dem Arzt der Place Louis XV. zum Voraus hierauf aufmerkſam gemacht worden; er er⸗ ſchrack alſo nicht darüber, ſondern er erwartete dieſe Ent⸗ wicklung und hatte deshalb ſeinen Kranken auf eine einzelne Matratze ohne Leintücher legen laſſen.
„Sie können nun den armen Knaben ins Bett brin⸗ gen,“ ſagte er zu Thereſe.
„Wo dies?“
„Hier, in mein Bett.“ 4
Gilbert hatte es gehört: ſeine außerordentliche Schwäche hinderte ihn allein, ſogleich zu antworten; doch er ſtrengte ſich gewaltig an, öffnete die Augen wieder und ſagte:
„Nein, nein, oben!“
„Sie wollen in Ihr Zimmer zurückkehren?“
„Ja, ja, wenn Sie erlauben.“
Er vollendete mehr mit den Augen, als mit der Zunge dieſen Wunſch, der ihm von einer Erinnerung dictirt wurde, welche mächtiger war als das Leiden und in ſeinem Innern den Verſtand zu überleben ſchien.
Rouſſeau, dieſer Mann, der alle Empfindungen im Uebermaße beſaß, begriff ohne Zweifel, denn er erwiederte:
„Es iſt gut, mein Kind, wir werden Sie nach oben


