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Doch ſie blieb noch einige Sekunden ſtumm, betäubt, die Blicke verſtört.
„Mein Gott, meln Gott!“ murmelte Philipp,„ſollte ſie uns Gott nur halb zurückgegeben haben, ſollte ſie wahn⸗
ſinnig geworden ſein!“
Andrée ſchien dieſe Worte zu verſtehen und ſchüt⸗ telte den Kopf; ſie blieb indeſſen fortwährend ſtumm und unter der Herrſchaft einer Art von Extaſe.
Sie ſtand aufrecht und hatte einen ihrer Arme in der Richtung der Straße ausgeſtreckt, in der Balſamo ver⸗ ſchwunden war.
„Auf, auf!“ ſagte der Baron,„es iſt Zeit, daß dies Alles endigt. Hilf Deiner Schweſter hineingehen, Philipp.“
Der junge Mann unterſtützte Andrée mit ſeinem ge⸗ ſunden Arm.
Das Mädchen ſtützte ſich auf der andern Seite auf Nicole, ſchritt vorwärts, doch auf die Weiſe einer ent⸗ ſchlummerten Perſon, kehrte in das Hotel zurück und er⸗ reichte ſeinen Pavillon.
Hier erhielt ſie die Sprache erſt wieder.
„Philipp! mein Vater!“ ſagte ſie.
„Sie erkennt uns, ſie erkennt uns!“ rief Philipp.
„Allerdings erkenne ich Euch; doch, mein Gott, was iſt denn vorgefallen?“ 4
Andrée ſchloß beinahe ihre Augen wieder, doch dies⸗ mal nicht zu einer Ohnmacht, ſondern zu einem ruhigen, friedlichen Schlaf.
Als Philipp in ſein Zimmer zurückkehrte, fand er einen Arzt, den der vorſichtige La Brie in aller Eile ge⸗ holt hatte, ſobald man über Andrée nicht mehr in Un⸗ ruhe war. 1
Der Doctor unterſuchte den Arm von Philipp; er war nicht gebrochen, ſondern nur luxirt. Ein geſchickt angewendeter Druck machte die Schulter in die Glieder⸗ fuge zurückkehren, aus der ſie herausgetreten war. Wonach Philipp, der noch für ſeine Schweſter bange hatte, den


