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Und er legte mit der achtungsvollſten Rückſicht das Mädchen in die Arme ſeines Vaters und der Nicole.
Der Baron fühlte zum erſten Mal eine Thräne am Rande ſeines Augenlides und ließ, ſicherlich in ſeinem Innern ganz erſtaunt über eine ſolche Empftndſamkeit, dieſe Thräne frei über ſeine gerunzelte Wange fließen. Philipp reichte Balſamo die einzige Hand, die er frei hatte.
„Mein Herr,“ ſagte er,„Sie wiſſen meine Adreſſe, Sie wiſſen meinen Namen; ich bitte Sie, ſetzen Sie mich in den Stand, für den Dienſt, den Sie uns geleiſtet, erkenntlich zu ſein.“.
„Ich habe eine Pflicht erfüllt; war ich Ihnen nicht die Gaſtfreundſchaft ſchuldig?“
Und raſch grüßend, machte er einige Schritte, um ſich zu entfernen, ohne das Anerbieten des Barons, bei ihm einzutreten, erwiedern zu wollen.
Doch ſich umwendend, ſagte er noch:
„Verzeihen Sie, ich vergaß, Ihnen die genaue Adreſſe der Frau Marquiſe von Savigny zu geben; ſie hat ihr Hotel in der Rue Saint⸗Honoré, nahe bei den Feuillans.
Ich ſage Ihnen dies, falls Fräulein von Taverney ihr
einen Beſuch machen zu müſſen glauben würde.“
Es lag in dieſen Erklärungen, in dieſer genauen An⸗ gabe der Umſtände, in dieſer Anhäufung von Beweiſen eine Zartheit, welche Philipp und ſelbſt den Baron tief rührte. 1
„Mein Herr,“ ſprach der Baron,„meine Tochter ver⸗ dankt Ihnen das Leben.“
„Ich weiß es, mein Herr, und das macht mich ſtolz und glücklich,“ erwiederte Balſamo.
Und gefolgt von Comtois, der die Börſe von Philipp
ausſchlug, ſtieg Balſamo wieder in den Fiacre und ver⸗ ſchwand.
Beinahe in demſelben Moment, und als hätte der Ab⸗ gang von Balſamo die Ohnmacht des Mädchens aufhören gemacht, öffnete Andrée die Augen.


