Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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teur;doch man mu ſehr ſorgſam zu Werke gehen, denn die Bruſt iſt furchtbar gequetſcht worden.

Mein Herr, ſprach Rouſſeau,ich habe Ihnen nur noch zu danken und Sie zu loben, nicht wegen des Aus⸗ ſchluſſes, den Sie zu Gunſten der Armen machen, ſondern daß Sie ſich ſo den Armen widmen und aufopfern. Alle Menſchen ſind Brüder.

Selbſt die Adeligen, ſelbſt die Ariſtokraten, ſelbſt die Reichen? fragte der Wundarzt mit einem Blick, der ſein ſcharfes Auge unter ſeinem ſchweren Augenlide glänzen machte.

Selbſt die Adeligen, ſelbſt die Ariſtokraten, ſelbſt die Reichen, wenn ſie leiden, ſprach Rouſſeau.

Verzeihen Sie, mein Herr, ſagte der Operateur, aber ich bin in Baudry bei Neuchatel geboren, ich bin ein Schweizer wie Sie und folglich ein wenig Demokrat.

Ein Landsmann! rief Rouſſeau;ein Schweizer. Sagen Sie mir Ihren Namen, wenn es Ihnen gefällig iſt, mein Herr.

Ein dunkler Name, der Name eines beſcheidenen Menſchen, der ſein Leben den Studien weiht, bis er es wie Sie dem Glück der Menſchheit weihen kann: ich heiße Jean Paul Marat.

Ich danke, Herr Marat, ſagte Rouſſeau;doch während Sie dem Volk Erleuchtung über ſeine Rechte geben, regen Sie es nicht zur Nache auf, denn wenn es ſich je rächt, werden Sie vielleicht ſelbſt über die Repreſſa⸗ lien erſchrocken ſein.

Marat lächelte auf eine abſcheuliche Weiſe.

Ah! ſagte er,wenn dieſer Tag kommt, während ich noch lebe, wenn ich das Glück habe, dieſen Tag zu ſehen...

Nouſſeau hörte dieſe Worte und nahm, erſchrocken

über den Ausdruck, mit dem ſie geſprochen wurden, wie der Reiſende über das erſte Murren eines entfernten Don⸗

ners erſchrickt, Gilbert in ſeine Arme und ſuchte ihn fort⸗

zutragen.

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