Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Er muß ſich wohl meines Kindes annehmen, rief der Greis außer ſich,er muß. Helſen Sie mir Gilbert zu ihm ſchaffen, mein Herr.

Ich habe nur einen Arm, doch er gehört Ihnen,

erwiederte Philipp. 4 14

Und ich, ſo alt ich bin, werde ſtark ſein. Vorwärts

Der Greis faßte Gilbert bei den Schultern; der junge Mann nahm die zwei Füße unter ſeinen rechten Arm, und ſie wanderten ſo bis zu der Gruppe, wo der Operateur immer noch ſeine Arbeit fortſetzte. 3

Hülfe! Hülfe! rief der Greis.

Die Leute vom Volk zuerſt! die Leute vom Volk! erwiederte der Wundarzt, getreu ſeiner Marime und ſicher, ſo oft er ſo antwortete, ein Gemurmel der Bewunderung in der Gruppe, die ihn umgab, zu erregen.

Es iſt ein Menſch aus dem Volke, den ich hier bringe, ſprach der Greis voll Feuer, während er ein wenig von der allgemeinen Bewunderung, welche dieſer Abſolutismus des jungen Wundarztes um ihn hervorrief, zu fühlen anfing.

Dann nach den Frauen, ſagte der Wundarzt;die Männer haben mehr Stärke als die Frauen, um den Schmerz zu ertragen..

Einen einfachen Aderlaß, mein Herr, ſagte der Greis,ein einfacher Aderlaß wird genügen.

Ah! Sie ſind es abermals, mein Herr Edelmann, rief er, als er Philipp erblickte, ehe er den Greis erblickt

hatte.

Philipp antwortete nicht. Der Greis aber glaubte, dieſe Worte ſeien an ihn gerichtet, und entgegnete:

Ich bin kein Edelmann, ich bin ein Mann aus dem Volk und heiße Jean⸗Jacques Rouſſeau.

Der Arzt gab einen Schrei des Erſtaunens von ſich, machte ein gebieteriſches Zeichen und rief:

Platz, Platz, dem Mann der Natur! Platz dem Emancipator der Menſchheit! Platz dem Bürger von Genf!

Ich danke, mein Herr, ſagte Rouſſeau.