Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 14.-16. Bändchen (1847) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Hier durch, ſicherlich hier durch, murmelte Philipp.

Welche Leiden!

Oh! mein Gott!

Was?

Ein weißer Fetzen unter dieſen Leichnamen. Meine Schweſter trug ein weißes Kleid. Ich bitte Sie, mein Herr, leihen Sie mir Ihre Laterne.

Philipp hatte in der That einen Fetzen weißen Stoffes erblickt und ergriffen. Er ließ ihn wieder los, da er nur eine Hand hatte, um die Laterne zu nehmen.

Es iſt ein Stück von einem Frauenkleide, das die Hand eines jungen Menſchen feſthält! rief er;von einem weißen Kleide, dem von Andrée ähnlich. Oh! Andrée, Andrée!

Und der junge Mann brach in ein herzzerreißendes Schluchzen aus.

Der Greis näherte ſich ebenfalls.

Er iſt es! rief er die Arme öffnend.

Dieſer Ausruf erregte die Aufmerkſamkeit des jungen Mannes.

Gilbert! rief Philipp.

Sie kennen Gilbert, mein Herr?

Gilbert ſuchen Sie?

Dieſe zwei Ausrufungen kreuzten ſich.

Der Greis faßte die Hand von Gilbert, ſie war eiskalt.

Philipp öffnete die Weſte des jungen Menſchen, ſchob das Hemd auf die Seite und legte eine Hand auf ſein Herz.

Armer Gilbert! ſagte er.

Mein theures Kind! ſeufzte der Greis. Ich athme! er lebt!... er lebt! ſage ich Ihnen! rief Philipp.

Oh!... glauben Sie?

Ich bin deſſen ſicher, ſein Herz ſchlägt.

Es iſt wahr! ſprach der Greis.Zu Hülfe! zu

Hülfe! es iſt dort ein Wundarzt.

Oh! helfen wir ihm ſelbſt; ich habe ihn ſo eben um ſeine Hülfe gebeten und er hat ſie mir verweigert.