Lebendigen nicht plündern können, ellten herbei, um die Leichname zu plündern, und waren ganz erſtaunt, daß ihnen ihre Collegen zuvorgekommen. Man ſah ſie unzu⸗ frieden und erſchrocken beim Anblick der Bajonnete ent⸗ fliehen, welche ſie bedrohten; doch mitten unter dieſen lan⸗ gen Reihen von Todten waren die Diebe und die Wachen nicht die einzigen, die man ſich bewegen ſah.
Es fanden ſich hier mit Laternen verſehene Leute, welche man hätte für Neugierige halten können.
Ach! eine traurige Neugierde; es waren die Ver⸗ wandten und die Freunde, die ſich beunruhigten, als ſie weder ihre Brüder, noch ihre Freunde, noch ihre Gelieb⸗ tinnen zurückkehren ſahen. Sie kamen von den entfernte⸗ ſten Quartieren, denn die gräßliche Kunde hatte ſich ver⸗ heerend wie ein Orkan über ganz Paris verbreitet, und die Angſt hatte ſich raſch in Nachforſchungen verwandelt.
Dieſes Schauſpiel war vielleicht noch ſchauerlicher als das der Kataſtrophe.
Alle dieſe Eindrücke traten in den bleichen Geſichtern hervor, von der Verzweiflung derjenigen, welche den viel⸗ geliebten Leichnam wiederfanden, bis zu dem finſtern Zwei⸗ fel desjenigen, welcher einen gierigen Blick nach dem ein⸗ tönig hinlaufenden Fluſſe warf.
Man ſagte, viele Leichname ſeien von der Prevoté von Paris, welche, der Unvorſichtigkeit ſchuldig, die furcht⸗ bare Anzahl der Todten, die ihre Unvorſichtigkeit gemacht, verbergen wollte, in den Fluß geworfen worden.
Haben ſie ihr Geſicht mit dieſem unfruchtbaren Schau⸗ ſpiel geſättigt, ſind ſie deſſelben überdrüſſig, ſo gehen ſie, ihre Füße befeuchtet durch das Waſſer der Seine, ihre Seele erfüllt von der Bangigkeit, welche der nächtliche Lauf eines Fluſſes mit ſich ſchleppt, ihre Laterne in der Hand, weiter, um die dem Platze benachbarten Straßen zu durchforſchen, wohin ſich, wie man ſagt, viele Ver⸗ wundete geſchleppt haben, um Hülfe zu ſuchen und venig⸗ ſtens dem Schauplatz ihrer Leiden zu entfliehen.
Haben ſie unglücklicher Weiſe unter dieſen Leicknamen


