Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 9.-13. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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dem Schlachtfelde, unerbittlich in Erfüllung ihrer Functio⸗ nen, hatten die franzöſiſchen Garden in Friedenszeiten und außer dem Dienſt einen ſchrecklichen Banditenruf; in Uni⸗ form waren ſie ſchön, muthig, unnahbar, und ihre Evo⸗ lutionen gefielen den Frauen und machten Eindruck auf die Männer. Aber frei vom Dienſt, als einfache Privatleute unter der Menge zerſtreut, wurden ſie der Schrecken von denjenigen, deren Bewunderung ſie am Tage zuvor erregt, und verfolgten diejenigen, welche ſie am andern Tage beſchützen ſollten.

Da aber nun die Stadt in ihrem alten Grolle gegen dieſe Nachtſchwärmer, gegen dieſe Stammgäſte der Spiel⸗ häuſer einen Grund fand, den franzoͤſiſchen Garden die tauſend Thaler nicht zu geben, ſo ſchickte ſie nur ihre eigenen bürgerlichen Bogenſchützen unter dem ſcheinbaren Vorwande jedoch, daß bei einem Familienfeſte, wie das, welches ſich eben vorbereitete, der gewöhnliche Wächter genügen müßte.

Man ſah nun die beurlaubten franzoͤſiſchen Garden ſich unter die von uns angeführten Gruppen miſchen und in ihrer Eigenſchaft als Schildbürger alle die kleinen Unordnungen veranlaſſen, die ſie mit dem Kolben, mit den Füßen und dem Ellenbogen, ja ſogar mit der Ver⸗ haftung unterdrückt haben würden, wenn ihr Anführer, ihr Cäſar Biron, das Recht gehabt hätte, ſie an dieſem Abend Soldaten zu nennen.

Das Geſchrei der Frauen, das Murren der Bürger, die Klagen der Handelsleute, deren kleines Backwerk und Lebkuchen man gratis verſpeiſte, bereiteten einen falſchen Tumult vor dem wahren Tumult, der natürlich ſtatt haben mußte, wenn ſechsmal hundert tauſend Neugierige auf dieſem Platze verſammelt waren, und ſie belebten die Scene ſo, daß gegen acht Uhr Abends auf der Place Louis XV. die Darſtellung eines großen Gemäldes von Teniers mit franzöſiſchen Grimaſſen zu erwarten war.

Nachdem die Pariſer Straßenjungen, zugleich die eifrigſten und die trägſten der bekannten Welt, ſich aufge⸗