Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 9.-13. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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ſtellt oder aufgehißt hatten, nachdem die Bürger und das Volk Poſto gefaßt, kamen die Wagen des Adels und der Finanzen.

Es war kein Weg vorgeſchrieben worden, ſie münde⸗ ten alſo ohne Ordnung durch die Rues de la Madeleine und Saint⸗Honoré aus und brachten nach den neuen Ge⸗ bäuden diejenigen, welche Einladungen für die Fenſter und Balcons des Gouverneur erhalten hatten, von wo aus man das Feuerwerk vortrefflich ſehen mußte.

Diejenigen Leute mit Wagen, welche keine Einla⸗ dungen erhalten hatten, ließen ihre Carroſſen an der Wendung des Platzes und miſchten ſich zu Fuß, ihre Be⸗ dienten voran, in die bereits geſchloſſene Menge, welche jedoch ſtets Jedem, der ihn zu erobern weiß, Platz läßt.

Es war ſeltſam anzuſchauen, mit welcher Scharf⸗ ſichtigkeit dieſe Neugierigen in der Nacht ihren Marſch durch jede Ungleichheit des Bodens zu unterſtützen wußten. Die ſehr breite, aber noch nicht vollendete Straße, welche Rue Royale genannt werden ſollte, war da und dort von tiefen Gräben durchſchnitten, an deren Rand man Schutt und Graberde aufgehäuft hatte. Jede von dieſen kleinen Erhabenheiten hatte ihre Gruppe, ähnlich einer höheren Welle inmitten dieſes menſchlichen Meeres.

Von Zeit zu Zeit ſtürzte die Welle, durch die ande⸗ ren Wogen geſtoßen, unter dem Gelächter der Menge nieder, welche ſich noch nicht ſo ſehr zuſammendrängte, daß Gefahr bei ſolchen Stürzen geweſen wäre, und daß nicht diejenigen, welche gefallen waren, ſich hätten wieder erheben können..

Gegen neun Uhr fingen alle bis dahin divergirende Blicke an, dieſelbe Richtung zu nehmen, und hefteten ſich nach dem Gerüſte des Feuerwerks. Nun begannen die beſtändig ſpielenden Ellenbogen alles Ernſtes die Unan⸗ taſtbarkeit des Terrainbeſitzes gegen die unabläßig ſich wiederholenden Angriffe zu behaupten.

Dieſes Kunſtfeuerwerk, eine Erfindung von Ruggieri, war beſtimmt, mit dem in Verſailles von dem Ingenieur

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