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einem furchtbaren Zucken zum Himmel auf und verſchwand wie ein Meteor.
Die zwei Kerzen erloſchen von dem Windſtoße um⸗ hüllt, der in das Zimmer drang. Erſchrocken, wankend, geblendet, wich der Dauphin bis an die Wand zurück, an der er angelehnt blieb.
Die Dauphine ſank halb ohnmächtig auf die Stufen ihres Betpultes und blieb hier in der tödtlichſten Erſtarrung begraben.
Zitternd glaubte Ludwig XV., die Erde wolle einen Abgrund unter ihm öffnen, und kehrte, gefolgt von Lebel, in ſeine öden Gemächer zuruück.
Während dieſer Zeit entfloh in der Ferne, wie eine Schaar erſchrockener Vögel, das Volk von Verſailles und Paris zerſtreut durch die Gaͤrten, auf den Landſtraßen und durch das Gehölze, verfolgt in allen Richtungen von einem dichten Hagel, der die Blumen im Garten, das Blätterwerk im Walde, den Weizen auf den Feldern in Stücke zerſchlug. Der Schiefer und die zarten Sculp⸗ turen an den Gebäuden wurden dem Werke der Ver⸗ wüſtung beigefügt.
Ihre Stirne in ihren Händen, betete die Dauphine ſchluchzend. 4
Der Dauphin ſchaute mit einem düſteren, unempfind⸗ lichen Geſichte das Waſſer an, das durch die zerbrochenen Scheiben in das Zimmer rieſelte und auf dem Boden in bläulichen Lachen die Blitze wiederſtrahlte, welche mehrere Stunden lang ohne Unterlaß zuckten.
Dieſes ganze Chaos entwirrte ſich indeſſen am Morgen; auf kupferfarbigen Wolken hingleitend, enthüllten die erſten Strahlen des Tages die Verheerungen des nächtlichen Orkans vor den Augen. 2
Verſailles war nicht mehr zu erkennen.
Die Erde hatte die Waſſerfluth verſchlungen; die Bäume hatten die Feuerfluth aufgezehrt; überall Koth und gekrümmte, zerbrochene, durch die Schlange mit dem


