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mer erſchrecken mich, ſie widerſtreben meiner Jugend, und dennoch wie viele Truͤmmer wird dieſer gräßliche Orkan noch machen!“
Ein neuer Windſtoß, noch furchtbarer als der erſte, ene den Palaſt. Die Prinzeſſin ſtand erſchrocken auf.
„O mein Gott! ſagen Sie mir, ob uns keine Gefahr droht, ſagen Sie es mir, ich ſterbe vor Angſt!“
„Es iſt keine Gefahr, vorhanden, Madame. Ter⸗ raſſenförmig gebaut, kann Verſailles den Blitz nicht an⸗ ziehen. Wenn er fiele, würde er wahrſcheinlich auf die Kapelle fallen, die ein ſpitziges Dach hat, oder auf das kleine Schloß, das hervorragende Stellen bietet. Sie wiſſen, daß die Spitzen das elektriſche Fluidum anziehen und daß die platten Koͤrper im Gegentheil daſſelbe zurück⸗ ſtoſſen.“ 8 „Nein!“ rief Marie Antoinette,„ich weiß es nicht, ich weiß es nicht.“
Ludwig nahm die Hand der Erzherzogin, eine eiſige, zitternde Hand. 8
In dieſem Augenblick überſtrömte ein bleicher Blitz das Gemach mit ſeinem grünlichen mit Violet durchmiſch⸗ ten Scheine. Marie Antoinette ſtieß einen Schrei aus und drängte den Dauphin zurück.
„Aber, Madame, was gibt es denn?“ fragte er.
„Oh!“ ſagte ſie,„Sie kamen mir bei dem Schim⸗ mer dieſes Blitzes bleich, entſtellt, blutig vor. Ich glaubte ein Geſpenſt zu ſehen.“.
„Das war der Wiederſchein des Schwefelfeuers, und ich kann Ihnen erklären...“
Ein furchtbarer Donnerſchlag, deſſen Echos ſich ſtoͤh⸗ nend verlängerten, bis ſie, auf dem Höhenpunkte angelangt, ſich in der Ferne zu verlieren anfingen, ein furchtbarer Donnerſchlag ſchnitt die wiſſenſchaftliche Erläuterung, welche der junge Mann phlegmatiſch ſeiner königlichen Gemahlin geben wollte, kurz ab.
„Auf, Madame,“ ſagte er nach kurzem Stillſchweigen,


