Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 9.-13. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Der Wind hatte die Beleuchtung ausgelöſcht, der Regen löſchte das Feuerwerk aus.

Ah! welch ein Unglück! ſagte der Dauphin,das Feuerwerk iſt geſcheitert.

Ei, mein Herr, verſetzte traurig Marie Antoinette, ſchlug nicht Alles fehl ſeit meiner Aneunft in Frankreich?

Wie ſo, Madame?

Haben Sie Verſailles geſehen?

Allerdings; Madame. Gefällt Ihnen Verſailles nicht?

Oh! doch, Verſailles würde mir gefallen, wenn es heute wäre, wie es Ihr erhabener Ahnherr Ludwig XIV. hinterlaſſen hat. Doch in welchem Zuſtande haben wir Verſcilles gefunden? Ueberall Trauer, Ruine. Oh! ja, ja, der Sturm ſetzt ſich wohl in Einklang mit dem Feſte, das man mir bereitet. Iſt es nicht paſſend, daß ein Orkan kommt, um unſerem Volke das Elend unſeres Pa⸗ laſtes zu verbergen? Wird die Nacht nicht günſtig und willkommen ſein, welche dieſe Alleen voll Gras, dieſe Gruppen ſchlammiger Tritonen, dieſe Baſſins ohne Waſſer und dieſe verſtümmelten Statuen verbirgt? Oh! ja, ja, wehe Südwind; brülle Sturm; häuft euch auf, ihr dicken Wolken; verbergt vor aller Augen den ſeltſamen Empfang, den Frankreich einer Tochter der Cäſaren an dem Tage bereitet, wo ſie ihre Hand in die Hand ſeines zukünftigen Koͤnigs legt!

Sichtbar verlegen, denn er wußte nicht, wie er dieſe Vorwürfe und beſonders dieſe ſeinem Charakter ſo ferne eraltirte Schwermuth erwidern ſollte, ſtieß der Dauphin ebenfalls einen langen Seufzer aus.

Ich mache Ihnen Kummer, ſagte Marie Antoi⸗ nette,doch glauben Sie nicht, daß der Stolz aus mir ſpricht; oh! nein, nein, dem iſt nicht ſo. Warum hat man mir nicht dieſes ſo lachende, ſo ſchattige, ſo blühende Trianon allein gezeigt, deſſen Gebüſche leider der Sturm mitleidlos entblättert, deſſen Waſſer er trübt? ich hätte mich mit dem reizenden Neſte begnügt; doch dieſe Trüm⸗