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eines Baumes, wo ich mich niederlegte, beſſer, als ich es je unter dem Dache eines Schloſſes gethan haben würde.“ Der Fremde lächelte.
„Mein Freund,“ ſagte er,„der Winter wird kommen, die Pflanzen werden verdorren, die Quelle wird gefrieren, der Nordwind wird durch die entblätterten Bäume pfeifen ſtatt der ſanften Luft, welche das Laubwerk ſo zart be⸗ wegt. Dann brauchen Sie ein Obdach, Kleider, Feuer, und von Ihren ſechs Sous täglich hätten Sie nicht ein Zimmer, Holz und Kleider erſparen können.“
Gilbert ſeufzte, pflückte neue Pflanzen und machte neue Fragen. So liefen ſie einen guten Theil des Tages in den Wäldern von Aulnay, von Pleſſis⸗Piquet und Clamart⸗ſous⸗Meudon umher.
Gilbert hatte ſich, ſeiner Gewohnheit gemäß, bereits mit ſeinem Gefährten auf den Fuß der Vertraulichkeit ge⸗ ſetzt. Der Greis befragte ihn ſeinerſeits mit einer bewun⸗ derungswürdigen Gewandtheit; aber mißtrauiſch, vorſichtig, furchtſam, offenbarte ſich Gilbert ſo wenig als möglich. In Chatillon kaufte der Fremde Brod und Milch, wovon er die Hälfte Gilbert anbot, die dieſer auch, ohne Schwierigkeiten zu machen, annahm. Dann ſchlugen Beide den Weg nach Paris ein, damit Gilbert noch am Tage in die Stadt gelangen könnte.
Das Herz des jungen Mannes ſchlug ſchon bei dem Gedanken, in Paris zu ſein, und er ſuchte ſeine Aufregung nicht zu verbergen, als er von den Anhöhen von Vanvres herab Sainte⸗Genévitve, das Invalidenhotel, Notre⸗Dame und das unermeßliche Meer von Häuſern erblickte, deſſen zerſtreute Wogen wie eine Fluth die Seiten von Mont⸗ martre, Belleville und Ménilmontant peitſchen.
„O Paris! Paris!“ murmelte er.
„Ja, Paris, ein Haufe von Häuſern, ein Schlund von Uebeln,“ ſprach der Greis.„Auf jedem von den Steinen da unten dürften Sie einen Blutstropfen röthen oder eine Thräne quellen ſehen, wenn die Schmerzen, welche dieſe Mauern umſchließen, außen erſcheinen könnten.“


